Teil eines Werkes 
1.-3. Theil (1844)
Entstehung
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trägen Sinnen neues Leben und Bewegung geben ſollte. Wir werden ſehen, ob Bundler ein Menſchenkenner war, oder nicht.

Sobald unſer Reiſender mit heiler Haut auf der Straße angekommen war, begann er ſeine Rechnung wegen des Hauſes.„Eins, zwei, drei!— Ja, das wäre, beim Henker, ſo übel nicht, aber da ſind zwei Straßen und noch zwei Gäßchen, welche alle mit dem nächſten Hauſe da, dem Eckhauſe, in Verbindung ſtehen! Wenn nur den Peter, das Vieh, der Teufel holte, dey Schuft kann doch ſein Lebtage nie daheim bleiben! Iſt das wohl in der Ordnung, wenn man ſich einen Kerl hält, und dann ſelbſt noch ſo in der Welt herumrennen muß?“

Eine Zeitlang blieb Dahl unſchlüſſig ſtehen; endlich begann er ſeine erſte Entdeckungsreiſe die Straße hinauf.

Als er am dritten Hauſe angekommen war, nahm er

vorerſt das Aeußere in Augenſchein.

„Hm! hier kann's nicht wohl ſeyn,“ ſagte er halb⸗ laut.„Rothe Drapperien an den Gardinen— hohe Fenſter— nein, da iſt Nichts.“

„Was meinen See damit, daß da Nichts ſey, mein Freund?“ fragte auf ein Mal ein dicker aufgedunſener Herr, welcher im Fenſter lag und mit neugierigen Blicken unſern armen Dahl betrachtete, der in Nachdenken ver⸗ ſunken, ohne es zu wiſſen, gerade vor dem Hauseigen⸗ thümer ſtand, und ohne weitere Umſtände ſeinen Gedan⸗ ken über das, was er ſuchte und nicht fand, Worte lieh.

Die Frage des dicken Herrn brachte ihn in einige Verlegenheit, er verbeugte ſich höflich, zog den Hut ab, bat wegen ſeiner Zerſtreutheit um Vergebung und ging eiligen Schrittes nach dem Wlrthshauſe zurück.

„Na, da wäre ich unverrichteter Sache wieder,“ dachte er nun weiter, denn laut zu ſprechen fürchtete er ſich. „Soll ich jetzt die Straße links gehen, damit mich die Leute für einen Tollhäusler halten? Peter, der Hund, kommt immer noch nicht nach Hauſe! Bundler, die ehr⸗ liche Seele meint vermuthlich wenn man ſagt;„du mußt

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