Teil eines Werkes 
1.-3. Theil (1844)
Entstehung
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„Nein, das iſt nicht zum ertragen!“ rief er endlich aus, mit dem feſten Vorſatze unter allen Umſtänden eine Aenderung ſeiner traurigen Lage zu bewerkſtelligen.„Peter kommt ſo bald noch nicht, das iſt keine Frage.— Ich könnte ja aber ſelbſt ausgehen und mich nach einem Zimmer umſehen. Das iſt freilich im höchſten Grade unangenehm, indeſſen doch nicht halb ſo ſchlimm als das Hierbleiben. Allein wenn ich es abermals mit einer ſolchen alten Here zu thun bekäme— das wäre doch des Teufels; So iſt mir noch Keine vorgekommen. Doch, was plage ich mich mit Vorausſetzungen, welche jedenfalls ganz unnothig ſind. Eine Wittwe ſagte ſie; eine Witt⸗ frau kann ja deßwegen immer noch jung, anſtändig und recht annehmbar ſeyn. Ich werde es probiren,— es mußte ja mit dem Henker zugehen, wenn die Sache nicht beſſer ausſiele, als ich fuͤrchte.“

Mit dieſen Worten kleidete ſich unſer milzſüchtiger Freund an und ſetzte ſich in den Stand einen kleinen Spaziergang drei Häuſer weit zu machen. Er öffnete ſeine Retſetoilette, und als er ſein bleiches, früher ſo hübſches, nun ganz eingefallenes Geſicht in dem Spiegel betrachtete, ſah er wohl ein, daß er dieſes einer Waſchung unterwerfen, und ſich, wohl oder übel, des hellgruͤnen Waſſers dazu bedienen müſſe. Bei jeder neuen Üngele⸗ genheit brummte Dahl über das Verdrießliche des Reiſens und über die Dummheit, ſeinen Diener ausgehen zu laſſen. Endlich war er fertig, zupfte ſeinen Halstuch⸗ knoten noch zu Recht, der offenbar ſchief ſaß, knöpfte den Rock zu und nahm den Stock und Hut.

„Na, in Gottes Namen vorwärts!“ ſagte Dahl und ſchloß die Thüre. Dieß war die größte Anſtrengung ge⸗ weſen, die er in einem ganzen Jahre gemacht hatte, denn ſeit ſeiner Wittwerzeit waren bis auf die heutige Stunde niemals äußere Umſtände im Stande geweſen, irgend einen Eindruck auf ihn zu machen. Und da gerade dieſe Stumpfheit es war, welche ſein Schwager fürchtete, ſo hatte dieſer ihn zu einer Reiſe vermocht, welche ſeinem

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