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und wenn Einer kommt und die guten Zimmer find ſchon beſetzt, ſo muß er eben mit dem vorlieb nehmen, was er bikommt. Er hat ja geſehen, daß außer der Bodenkam⸗ mer Nichts mehr leer iſt, und wenn ihm dieſe nicht an⸗ ſteht, ſo mag er ſich einen Stecken dazu ſtecken und ſehen, wo er eine beſſere herkriegt.“
„Solch ein Satan iſt mir doch noch nicht vorge⸗ kommen,“ dachte Dahl heimlich, um aber die Barin nicht ferner zu reizen, entgegnete er in größter Sanftmuth: „Kann Sie mir nicht ſagen, Jungfer, ob in der Nach⸗ barſchaft vielleicht Leute wohnen, welche Zimmer an Reiſende vermiethen. In dieſem Fall will ich ſehen, ob ich nicht ein anderes bekommen kann.“
„O, damit hat es keine Noth, ſolche gibt's ſchon. Im dritten Hauſe hier neben an wohnt eine arme Wittwe, welche herzlich froh iſt, wenn zuweilen Jemand bei ihr wohnen will.“—
„Ha, zum Teufel— daß ich doch auch ſo dumm ſeyn und Peter ausgehen laſſen mußte, um ſich das ver⸗ dammte Hundeneſt zu beſehen. Vor Abend kommt er ge⸗ wiß nicht heim, denn er iſt der feſten Meinung, daß ich ihn nicht früher brauche. Heda, Jungfer, hör' Sie, warte Sie noch ein Bischen!“— Die Wirthshausbärin ſchaute über die Schulter zurück, als ſie aber bemerkte, daß Dahl ihre zur Verſöhnung gebotene Hand auf keine andere Weiſe und nicht beſſer zu ſchätzen wußte, als daß er ſteif daſtand und, ohne weitere Notiz von ihr zu nehmen, Fluche zwiſchen den Zähnen murmelte, drehte ſie ſich um, ſchlug ſcheltend die Thüre zu und flog die Treppe hinab in ihre Kuche.*—.
Aergerlich warf ſich unſer Reiſender wieder in den armſeligen Lehnſtuhl, allein dieſer war ſo breſthaft, daß die Hinterbeine zu wanken und bedrohlicherweiſe nachzu⸗ geben begannen, alſo ſprang er abermals auf, ſchleuderte die Reliquje des Alterthums an das andere E.
Stube und maß mit ſchnellen Schritten ſer weites Käſicht. 5 4
—— ͦ— dar ———


