Teil eines Werkes 
1.-3. Theil (1844)
Entstehung
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den gewohnten Grübeleien und Träumereien nachzuhän⸗ gen, an welchen er ſo viel Behagen fand. Deßhalb unterbrach auch nichts die alte Einförmigkeit. Den Tag über war es ſchwül geweſen, der Abend brachte aber ein wohlthuendes Lüftchen, deßhalb kündigte Dahl ſeinem Diener an, daß er die ganze Nacht über fahren und lieber

den nächſten Tag in B.. zubringen wolle, wo man mit

Tagesanbruch ankommen mußte. Nach dieſer Erklärung ging wieder Alles im alten Geleiſe; vor jedem Poſthauſe wurde aus und wieder eingeſpannt, ohne daß Dahl nur ein einziges Mal gewahr wurde, wie lange es dauerte, bis die Pferde herbeikamen. Da dieß nun nirgends ſehr ſchnell ging und Niemand ſich Mühe gab zu treiben, ſo war es natürlich, daß man ſtatt Morgens früh erſt gegen Mittag in B.. ankam.

In dem höchſt vortrefflichen Gaſthauſe war, der Verſicherung des Wirths zufolge, außer einem elenden Dachkämmerchen kein einziges Zimmer mehr frei.

Meinetwegen, ſagte Dahl gleichgültig, ließ ſeine Sachen hinaufbringen und ging hinterher. Als unſer Reiſender das ſchwarze, unbehagliche, höchſt uneinladende Loch betreten hatte, welches in Anſehung ſeiner Verwand: ſchaft und Nachbarſchaft mit den übrigen Bodenkammern der Wirthin, ſonſt noch zu allerlei wirthſchaftlichen Zwecken gebraucht zu werden ſchien, warf er ſich, ſonſt an alle möglichen Bequemlichkeiten gewöhnt, in einen alten wackelichen Lehnſtuhl und ſah ſich höchſt unzufrieden rings um, während ſeine feinen Riechorgane durch häufiges, ſehr merkliches und vernehmliches Nieſen ihre Unbehag⸗

lichkeit zu erkennen gaben.

Das iſt eine verdammte Schweinerei! brummte er und ſchob eine Flaſche mit altem grünlichem Waſſer zur Seite.Dieß ſollte man denn doch wenigſtens gut und rein halten können

Sehr gutes hätte der Doktor ſagen müſſen, wäre er in der Nähe Zeuge ſeines Unwillens ge⸗ weſen, denn dieß war die erſte derartige Aeußerung Dahls