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129 verſäumt hätte, womit die Gäſte das Wohl des jungen Paares tranken und den Hochzeitstag hochleben ließen.
Nach Tiſche ſang Kaleb das Lied von dem fukeln⸗ den Becher, und ſo wahr ich lebe, und noch ein paar Jährchen länger zu leben hoffe, dießmal ſang er es ganz aus.
zund gerade als er mit dem letzten Vers zu Ende war, ereignete ſich die unerwartetſte Begebenheit des ganzen Tages.
Es ward nämlich an der Thür geklopft und ehe man„herein“ rufen konnte, ſtolperte ein Mann in die Stube, der etwas Schweres auf dem Kopfe trug; er ſetzte es in die Mitte des Tiſches nieder, genau zwiſchen den Teller mit Nüſſen und den Teller mit Aepfeln hinein, und ſagte:
„Mr. Tackleton's Empfehlung und da er nun den Kuchen nicht mehr braucht, würdet ihr vielleicht ſo gut ſeyn, ihn zu eſſen!“
Mit dieſen Worten ſtolperte er wieder hinaus.
Ihr mögt Euch wohl denken, daß ſich die Geſell⸗ ſchaft darüber nicht wenig verwunderte. Mrs. Fielding, die eine Dame von ungemeinem Scharfſinn war, ſtellte gar die Vermuthung auf, der Kuchen ſey vergiftet, und erzählte eine lange Geſchichte von einem Kuchen, der im Kreiſe ihrer eigenen Bekanntſchaft alle jungen Damen einer Penſion in Blauſtrümpfe verwandelt hatte. Sie
ward übrigens durch Zuruf überſtimmt und der Kuchen
mit großer Feierlichkeit und Freude durch Mathilde angeſchnitten. 1 Ich glaube wahrlich, es hatte ihn noch Niemand
verſucht, als ſchon wieder an die Thüre gepocht wurde und derſelbe Mann abermals erſchien, und dießmal mit einem großen Paket in braunem Papier unter dem Arme.
„Mr. Tackleton's Empfehlung,“ rief er haſtig,— „und hier ſendet er ein paar Spielſachen fuͤr den Klei⸗ nen; ſie ſeyen gar nicht häßlich!“
Boz, Grillchen auf dem Heerde. 9


