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Das Grillchen auf dem Heerde : ein Feemährchen aus traulicher Häuslichkeit / von Charles Dickens. Frei nach dem Engl. von Erwin von Moosthal
Entstehung
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angefüllt und kamſt dann wie der Tod hinter drein, um mir Alles zu entreißen, was mir lieb und werth war? O großer Gott! warum bin ich denn blind! Warum ſo allein und hülflos!

Ihr bekümmerter Vater ſenkte wehmüthig den Kopf,

und hatte für ſie keine Antwort, als ſeinen Kummer

und ſeine Reue.

Sie hatte ſich erſt eine kurze Weile dieſem tiefen Seelenſchmerze hingegeben, als auf einmal das Grill⸗ chen auf dem Heerde, für jedes andre Ohr als das ihrige unhörbar, zu zirpen anhub, aber nicht luſtig und heiter, ſondern leiſe, ſchwach, in einer ſchwermüthigen Weiſe. Es klang ſo wehmüthig und klagend, daß es ihr Thränen zu entlocken begann, und als die Erſcheinung, welche die ganze Nacht hindurch bei dem Kärrner geweſen war, hinter ſie trat und auf ihren Vater deutete, ſtröm⸗ ten ihre Zähren wie Regentropfen.

Sie hörte bald des Grillchens Stimme noch deut⸗ licher, und ſah trotz ihrer Blindheit, wie ſeine elfenhafte Geſtalt ihren Vater umſchwebte.

Mary! hub endlich die Blinde an und wandte ſich an Dot,ſag' mir doch, wie meine Heimath ausſieht! Schildre ſie mir, wie ſie wirklich iſt!

Es iſt ein armſeliges Obdach, wirklich ſehr ärmlich und kahl, Bertha! ſagte Dot wehmüthig; das Haus hält kaum noch einen Winter das Ungemach des Wetters von Euch ab. Es iſt ſo wenig gegen das Unwetter geſchützt, liebe Bertha! ſetzte Dot leiſe und beklommen, aber mit heller Stimme hinzu,als Dein armer Vater in ſeinem Ueberrock von Sacklein⸗ wand! 1

Jetzt ſtand das blinde Mädchen voll der tieſten Rüh⸗ rung auf, und zog das Frauchen des Kaͤrrners an der Hand auf die Seite.

Und die Geſchenke, die ich ſo ſorgfältig aufbe⸗ wahrte, die faſt jedem meiner Wünſche auf dem Fuße Bo 5⸗ Grillchen auf dem Heerde. 28 L