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ler, denn ſonſt iſt ſie unſchuldig, wenn ſonſt noch Wahr⸗ heit auf Erden iſt!“
„Je nun,“ ſagte Tackleton,„wenn das Eure An⸗ ſicht iſt....“
„Deßhalb laſſe ich ſie gehen!“ fuhr der Kärrner fort;—„ſie mag gehen mit meinem Segen und mei⸗ nem Dank für die vielen glücklichen Stunden, die ſie mir bereitet hat und mit meiner Vergebung für jeden Schmerz, den ſie mir verurſachte. Sie mag gehen und all' den Seelenfrieden genießen, den ich ihr wünſche! Sie ſoll mich nicht haſſen, ſie ſoll mich beſſer kennen lernen, ſobald ich keine ſchwere Bürde mehr für fie bin und ſie die Feſſel, die ich ihr ſchmiedete, nicht mehr trägt. Heute iſt der Taa, an dem ich ſie mit ſo wenig Bedachtnahme auf ihr Glück von ihrem heimathlichen Heerde hinwegnahm. Heute mag ſie wieder dorthin zu⸗ rückkehren und ich will ihr keinen Kummer mehr berei⸗ ten. Ihr Vater und Mutter werden heute hieherkom⸗ men— wir hatten uns vorgenommen, dieſen Tag im Familienkreiſe zu feiern— und ſie ſollen ſie wieder mit ſich nach Hauſe nehmen. Ich darf ihr dort und überall ver⸗ trauen. Sie verläßt mich ohne Fehl, und ich bin über⸗ zeugt, ſie wird ihr ganzes Leben lang fleckenlos bleiben. Wenn ich ſterben ſollte— vielleicht ſcheide ich, ſo lange ſie noch jung iſt, denn ich habe in wenigen Stunden meinen ganzen Lebensmuth verloren— ſo ſoll ſie inne werden, daß ich ihrer noch freundlich gedachte und ſie bis zum letzten Athemzuge liebte! Dieß iſt die Folge von Seu was Ihr mir gezeigt habt! Nun iſt Alles vor⸗ ei!“
„O nein, John, es iſt noch nicht vorbei!“ rief Dot; —„ſage ja nicht, es ſey ſchon vorbei! Nur jetzt noch nicht! Ich habe Deine edlen Worte angehört; ich konnte mich nicht davonſchleichen und mir den Anſchein geben, als wüßte ich nicht, was mich ſo tief gerührt und zu ſo innigem Danke bewogen hat! Sage ja nicht, es ſey vorbei, als bis die Glocke wieder geſchlagen hat!“


