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Das Grillchen auf dem Heerde : ein Feemährchen aus traulicher Häuslichkeit / von Charles Dickens. Frei nach dem Engl. von Erwin von Moosthal
Entstehung
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fälligen Verſtande dieß nicht früher ſchon eingeſehen!— Armes Kind! Arme Dot! daß ich es nicht einſah, da

ich ſie doch weinen ſah, als auf eine Heirath wie die unſrige die Rede kam! Ich, der ich doch hundert Mal das Geheimniß auf ihren Lippen ſah und es niemals ahnte, als bis zum geſtrigen Abende!— Wie konnte ich je hoffen, ſie werde mich lieben! Wie konnte ich gar glauben, ſie liebe mich!“

„Sie gab ſich wenigſtens das Anſehen,“ ſagte Tack⸗ leton;—„ſie gab ſich ſo ſehr das Anſehen, daß es— um Euch die Wahrheit zu ſagen— mir gerade den erſten Grund zum Argwohn gab!“

Und hiebei unterließ er nicht, Mathilde Fielding's Vorzüge herauszuſtreichen, die ſich gewiß nicht Mühe gebe, ihm gegenüber Liebe zu heucheln.

„Sie hat ſich Mühe gegeben, mir ihre wahre Nei⸗ gung zu verbergen,“ ſagte der arme Kärrner mit grö⸗ ßerer Aufregung, als er bisher an den Tag gelegt hatte; —„ich lerne nun erſt einſehen, wie ſehr ſie ſich Mühe gegeben, mir ein pflichtgetreues braves Weib zu ſeyn. Ach, wie gut war ſie von jeher; wie viel hat ſie für mich gethan, was für ein gutes ſtarkes Gemüth hat ſie! Von alle dem kann das Glück Zeugniß geben, das ich unter dieſem Dache genoſſen habe. Die Erinnerung daran wird mir zu einigem Troſte und Erleichterung ge⸗ reichen, wenn ich ſpäter allein hier verweile.“

„Allein hier!“ fragte Tackleton.—„Aha, Ihr ſeyd alſo geſonnen, einige Notiz davon zu nehmen?“

„Ich bin geſonnen,“ verſetzte der Kärrner,—„ihr den größten Gefallen zu thun, der in meiner Macht ſteht, und ihr jede mögliche Sühne zu bieten. Ich kann ſie von der täglichen Pein einer unglücklichen Ehe be⸗ freien und ſie des Zwanges entheben, womit ſie mir dieſe zu verbergen ſucht. Sie ſoll ſo frei ſeyn, als ich ſie nur machen kann.“

„Ihr wollt ihr eine Sühne bieten?“ rief Tackleton höhniſch, und griff mit der Hand an ſeine großen Oh⸗