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„Ihr würdet am Beſten daran thun, mich nicht mehr zu unterbrechen, als bis Ihr mich verſteht,“ ſagte der Kärrner mit beſonders ernſtem Nachdrucke,„und Ihr ſeyd noch ſehr weit davon entfernt. Wenn ich geſtern den Mann mit einem einzigen Streiche niedergeſtreckt haben würde, der es gewagt hätte, auch nur ein Wort der Anklage gegen ſie zu äußern, ſo würde ich ihm heute die Ferſe auf die Kehle ſetzen, und wenn es mein Bru⸗ der wäre!“
Der Spielzeughändler ſtierte ihn betroffen an, der Kärrner aber blieb noch immer ruhig.
„Habe ich bedacht, als ich ſie nahm,“ fuhr der Kärrner in ſanfterem Tone fort,—„daß ich ſie in ih⸗ rem Alter und mit ihrer Schönheit von ihren jungen Geſpielinnen und den mancherlei Auftritten hinwegnahm, deren Zierde ſie war? daß ich ſie einem Kreiſe ent⸗ fremdete, worin ſie der allerhellſte Stern war, um ſie Tag und Nacht in mein ſtilles langweiliges Haus ein⸗ zuſperren, und ihr meinen langweiligen Umgang aufzu⸗ drängen? Habe ich in Erwägung gezogen, wie wenig ich zu ihrer heiteren frohen Laune paßte, und wie uner⸗ träglich ſo ein unbehülflicher Mann, wie ich, für ein Weſen von ihrer raſchen Faſſungskraft ſeyn mußte? Zog ich in Betracht, daß meine Liebe zu ihr kein Verdienſt oder kein Anſpruch auf Verdienſt war, da Jedermanu der ſie kannte, ſie auch lieben mußte? Nein, niemals habe ich das gethan. Ich machte mir ihr zutrauens⸗ volles Weſen und ihr heiteres Gemüth zu Nutze und heirathete fie. Allein ich wünſchte, ich hätte es nie ge⸗ than— nicht um ihretwillen, ſondern um meinetwillen!“
Der Spielwaarenhändler ſtierte ihm unverwandt und ohne eine Muskel zu verziehen in's Geſicht, und ſelbſt ſein halbgeſchloſſenes Auge ſtand jetzt offen.
„Der Himmel ſegne ſie,“ fuhr der Kärrner fort; —„für die unverdroſſene Beſtändigkeit, womit ſie ſich bemüht hat, mir dieſe Erkenntniß vorzuenthalten! Und der Himmel verzeihe es mir, daß ich mit meinem ſchwer⸗


