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Das Grillchen auf dem Heerde : ein Feemährchen aus traulicher Häuslichkeit / von Charles Dickens. Frei nach dem Engl. von Erwin von Moosthal
Entstehung
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10² hafte Seele verleihen konnte, die in dieſer ſchlichten Hülle wohnte.

„Ich bin ein ſimpler, ungeſchlachter Mann,“ fuhr der Karrner fort,—„und habe nur wenig Eigenſchaf⸗ ten an mir, die mich empfehlen könnten. Ich bin kein gewandter Mann, wie Ihr wohl wißt. Ich bin auch kein junger Mann mehr. Ich liebte meine kleine Dot, weil ich ſie von Kindesbeinen an in ihres Vaters Hauſe habe aufwachſen ſehen; weil ich wußte, was für ein köſtlicher Schatz ſie war; weil ſie lange Jahre hin⸗ durch mein Augapfel und mein Lebenslicht geweſen war. Es giebt manche Männer, mit denen ich mich nicht vergleichen kann, die aber meine kleine Dot ſchwerlich ſo geliebt hätten, wie ich ſie liebe.“

Er hielt inne, trat ein paar Mal leiſe mit dem Fuß auf den Boden, und fuhr dann erſt fort:

„Ich habe mich oft mit dem Gedanken getröſtet, ich könne, wenn ich nicht gerade gut genug für ſie war, doch einen wohlwollenden Ehemann für ſie abgeben; und Niemand kannte vielleicht ihren Werth beſſer als ich. Auf dieſe Weiſe machte ich mich mit jenem Gedanken vertraut, und machte mich gar glauben, es ſey möglich, daß wir uns gar noch heiratheten. Und am Ende kam es doch noch dazu, und wir wurden getraut.“

„Aha!“ ſagte Tackleton, und ſchüttelte auf ſehr be⸗ deutſame Weiſe den Kopf.

„Ich hatte mich ſelber ſtudirt; ich hatte Erfahrun⸗ gen über mich gemacht, ich wußte wie ſehr ich ſie liebte und wie glücklich ich ſeyn würde!“ fuhr der Kärrner fort;—„allein ich füͤhle es jetzt ſelbſt, ich hatte ſie noch nicht gehörig kennen gelernt und in Betracht ge⸗ zogen“

„Natürlich!“ ſagte Tackleton;—„Leichtſinn, Koket⸗ terie, Flatterhaftigkeit, Eitelkeit, Sucht nach Bewunde⸗ rung! Das Alles habt Ihr nicht gehörig in Betracht gezogen! Aha, das habt Ihr Alles außer Augen ge⸗ laſſen!“ 1