190 „Aber, liebe Biddy, wie ſehen Sie ſo allerliebſt aus!“ „Ja, lieber Pip.“
„Und Joſeph, wie biſt Du ſo ſchmuck!“
„Ja, lieber alter Pip.“
Ich ſah ſie Beide an, Biddy aber rief überglücklich aus:
„Heute iſt mein Hochzeitstag und ich bin mit Joſeph verheirathet!“
Sie führten mich in die Küche und ich legte meinen Kopf auf den hölzernen Tiſch. Biddy hielt meine Hand an ihre Lippen, Joſeph legte die ſeine auf meine Schulter. „Was er nicht ſtark genug war,“ ſagte Joſeph,„um ſo überraſcht zu werden.“ Und Biddy ſagte:„Ich hätte daran denken ſollen, lieber Joſeph, aber ich war zu glück⸗ lich.“ Sie waren ſo erfreut, ſo ſtolz, ſo gerührt, mich zu ſehen, und ſo entzückt, daß ich durch Zufall dieſen Tag noch verſchönerte!
Ich freute mich, meine Nebengedanken vor Joſeph niemals ausgeſprochen zu haben. Wie oft hatte ich wäh⸗ rend der Krankheit daran gedacht. Wäre er eine Stunde länger bei mir geblieben, ſo hätte er es erfahren!
„Liebe Biddy,“ ſagte ich,„Sie haben den beſten Mann in der Welt, und wenn Sie ihn an meinem Krankenbette geſehen hätten— nein, Sie könnten ihn doch nicht mehr lieben!“
„Nein, das könnte ich wirklich nicht!“
„Und, lieber Joſeph, Sie haben die beſte Frau auf der Welt und ſie wird Sie ſo glücklich machen, wie Sie es verdienen, lieber, guter, braver Joſeph!“


