Teil eines Werkes 
3. Bd. (1862)
Entstehung
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namenloſer Gaſt konnte Jemand mitgebracht haben, um ihm den Weg zu zeigen zuſammengenommen waren ſie mir nicht angenehm, da ich ſeit einigen Stunden miß⸗ trauiſch oder furchtſam geworden war.

Ich zündete das Feuer an, das zu jener Zeit des Mor⸗ gens nur matt flackerte und ſchlummerte davor ein. Als V die Uhr ſechs ſchlug, war mirs als ob ich die ganze Nacht geſchlummert hätte. Da noch anderthalb Stunden bis Tagesanbruch waren, ſo ſchlummerte ich wieder ein, wachte aber dann und wann auf, bald mit lebhaften Unterhal⸗ tungen in meinen Ohren, bald weil der Wind im Kamine donnerte, bis ich endlich in einen tiefen Schlaf verſank, aus welchem ich bei Tageslicht plötzlich erwachte.

Meine eigene Lage hatt' ich dieſe ganze Zeit gar nicht erwägen können und konnt' es noch nicht. Dazu fehlte es mir an Kraft. Ich war niedergeſchlagen und betrübt, allein im allgemeinen Sinne des Wortes, irgend ein Plan für die Zukunft war mir gänzlich fern. Als ich die Fenſter⸗ laden öffnete und den bleichen, naſſen Morgen ſah, als ich von Zimmer zu Zimmer ging, als ich vor meinem Feuer zitternd ſaß, bis die Aufwärterin käme, dacht' ich wohl an mein Elend, allein weshalb und ſeit wann ich es wäre, ob ich ſelbſt dieſe Erwägung machte und an welchem Tage ich es überlegte, wußt' ich nicht.

Endlich kam die alte Frau mit ihrer Nichte letztere mit einem Kopfe, der ungefähr wie ihr Staubbeſen aus⸗ ſah und war über das Feuer und über mich verwun⸗ dert. Ich ſagte ihnen, mein Onkel ſei in der Nacht ange⸗ kommen und ſchlafe noch, man möge darnach die Früh⸗ ſtücksanordnungen verändern. Ich wuſch mich und kleidete