Teil eines Werkes 
2. Bd. (1862)
Entstehung
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der Fußtritt ſtolperte. Da die Lampen ausgeweht waren, ſo nahm ich meine Stubenlampe und trat an die Treppe, alles war ſtill und die Perſon, die ſich unten befand, war offenbar bei dem Anblick meiner Lampe ſtehen geblieben.

Iſt Jemand da? rief ich.

Ja, antwortete eine Stimme aus dem Dunkel.

In welchen Stock wollen Sie gehen?

In den oberſten, zu Herrn Pip.

Das iſt mein Name. Iſt ein Unglück paſſirt?

Es iſt kein Unglück paſſirt, antwortete die Stimme und der Mann trat näher.

Ich hielt meine Lampe über das Geländer und er kam allmälig in den Lichtkreis. Dieſer war ſehr eng, denn die Lampe ſollte nur ein Buch beſcheinen, ſo daß der Mann ſehr bald wieder unſichtbar war. Ich hatte nur in einem Augenblicke ein mir fremdes Geſicht erblickt, das mit offen⸗ barem Wohlgefallen nach mir emporſah.

Als die Lampe eben ſo wie der Mann ſich bewegt hatte,

ſchien er mir ein Reiſender zu ſein, der ganz graues Haar hatte und etwa ſechzig Jahre alt ſein mochte; er war ein muskelſtarker Mann, vom Wetter gebräunt. Auf der letzten Stufe bot er mir zu meinem Erſtaunen beide Hände.

Was iſt Ihr Anliegen? frug ich ihn.

Mein Anliegen? wiederholte er.Ach ja! Ich will es Ihnen mit Ihrer Erlaubniß auseinanderſetzen.

Wollen Sie näher treten?

Ja, ich will näher treten.

Ich hatte ihn nicht ſehr gaſtlich empfangen, denn ſein befriedigtes Wiedererkennen, das auf ſeinem Geſichte noch

immer zu leſen war, mißfiel mir. Er ſchien ſogar zu