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Schleier von Oſten her über London, und zog immer fort, als ob es im Oſten eine Ewigkeit von Wolken und Wind gebe. Die Stürme waren ſo ſtark, daß von manchen Häuſern das Blei von den Dächern abgeriſſen wurde, Bäume waren umgeſtürzt, Windmühlen zerſchlagen, Schiff⸗ bruch und Tod herrſchte an den Küſten. Zu dieſen Wind⸗ ſtößen geſellten ſich gewaltige Regenſchauer und der Tag, an dem ich mich endlich niederſetzte, um zu leſen, war der ſchlimmſte von allen geweſen.
Jener Theil des Temple iſt jetzt verändert, er iſt nicht mehr ſo einſam und nicht ſo ſehr dem Fluſſe ausgeſetzt. Wir wohnten im obern Stocke des letzten Hauſes und der Wind erſchütterte das Haus, als ob Kanonen losgelaſſen würden. Wenn der Regen gegen die Fenſter ſchlug, war es mir, als ſäß ich in einem Leuchtthurme. Zuweilen kam der Rauch durch den Kamin herunter, als ob er in ſolcher Nacht nicht ausgehen wolle und als ich die Thür öffnete und die Treppe herunterſah, waren die Lampen am Ge⸗ länder ausgeweht, und öffnete ich nur eben die Fenſter, ſo merkte ich, daß die Laternen auf dem Hofe ausgeweht waren und auf den Brücken und am Ufer hin und her zitterten..
Ich las mit der Uhr auf dem Tiſche, um meine Lectüre um elf Uhr zu ſchließen. Als ich ſie beendigte, ſchlugen alle Kirchenuhren nach und neben einander dieſe Stunde. Ich horchte auf wie der Wind dieſe Töne auseinander riß, als ein Fußtritt auf der Treppe hörbar wurde.
Daß ich nervös erſchrak, als ob es der Tritt meiner verſtorbenen Schweſter ſein könne, iſt nur vorübergehend zu erwähnen. Das war gleich vorbei und ich hörte, daß


