Teil eines Werkes 
10.-13. Th. (1844)
Entstehung
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. 311 ihr Gatte der Gentleman ſey, welcher Tom nach Salisbury begleitet, in welchem Grade der Verwandt⸗ ſchaft die verſchiedenen Perſonen ſtehen und dergleichen mehr. Tom ließ ſich dann ausführlich über die Ver⸗ hältniſſe aus, und erzählte, daß Martin in das Aus⸗ 4 land gegangen ſey, und ſchon ſeit geraumer Zeit nichts mehr habe von ſich hören laſſen, daß der Drachen⸗ Mark mit ihm gezogen, daß Herr Pecksniff den alten, altersſchwachen Großvater in ſeine Gewalt be⸗ kommen und ſchnöder Weiſe um Mary Grahams Hand geworben habe. Aber von dem, was in ſeinem Her⸗ zen vorgegangen war, in ſeinem Herzen ſo innig, ſo treu, ſo ehrenhaft, und doch ſo offen für jeden edlen, uneigennützigen Gedanken, davon ſagte er kein Wort. Tom, Tom! Der Menſch in dieſer Welt, ſo voll Zuverſicht auf ſeinen Verſtand und ſeinen Scharfſinn; der Menſch dieſer Welt, ſo voll Stolz auf ſein Miß⸗ trauen gegen andere, ſo voll Eitelkeit auf die goldenen und ſilbernen Früchte ſeines Glaubens, der demüthige Verehrer jener weiſen Lehre:Jeder für ſich Selbſt und Gott für Alle les liegt eine hohe Weisheit in dem Gedanken, daß des Himmels ewige Majeſtät auf der Seite ſelbſtſüchtiger Luſt und ſchnöder Begierde ſeyn könne) ja, dieſer Menſch wird nie und nimmer finden, daß eine Zeit für ihn kommen werde, in welcher all' ſeine Weisheit zur Thorheit wird, wenn man ein einfältiges Herz dagegen wiegt.

Nun, Tom, es war auch einfältig, obgleich ein⸗ fältig in verſchiedener Weiſe, daß Du ſo eifrig nach jenem Theater gingſt, von welchem John nach dem Thee ſagte, daß er dabei unbedingten Zutritt habe, in ſo ferne das Mitnehmen von Perſonen ohne Bezahlung von ſechs Pencen zur Sprache komme. Und noch ein⸗ fältiger war es vielleicht von Dir, daß Du nie den

Verdacht hegteſt, er habe das Geld bezahlt, als er