und ſaß, mit dem Geſicht gegen das Feuer gekehrt, vor dem Theetiſchchen nieder. Auf einmal erklangen in noch ſchrecklicherem Tone als diejenigen, welche ihr zuvor in ihr ſchlummerndes Ohr gedröhnt hatten, die Worte:
„Chuzzlewit! Jonas! Nein!“
Frau Gamp hatte eben die Taſſe an die Lippen führen wollen, allein ſie ſetzte ſie jetzt plötzlich nieder und kehrte ſich mit einem ſolchen Entſetzen um, daß ſie damit beinahe den kleinen Theetiſch umſtieß. Der fürch⸗ terliche Ruf war von dem Bette ausgegangen.
Es war ein ſonnenheller Morgen, als Frau Gamp abermals aus dem Fenſter blickte, und die Sonne erhob ſich in heiterer Majeſtät am Himmel. Heller und immer heller ward das Firmament, die Straßen belebten ſich und der Rauch der friſch angemachten Feuer wirbelte hoch in die Luft empor, bis der geſchäftige Tag ganz erwacht war.
Frau Prig kam zur beſtimmten Stunde pünktlich zur Ablöſung, da ſie bei ihrem andern Patienten eine gute Nacht gehabt hatte. Auch Herr Weſtlock erſchien zur ſelben Zeit, wurde jedoch nicht vorgelaſſen, da die Krankheit anſteckend ſeyn ſollte. Der Doktor kam eben⸗ falls, beſichtigte den Patienten und ſchüttelte nur den Kopf;— das war ſo ziemlich Alles, was er unter den obwaltenden Umſtänden thun konnte, und er entledigte ſich ſeiner Verpflichtung ziemlich gut.
„Wie hat er die Nacht verbracht, Wärterin?“ fragte er hergebrachtermaßen dieſe.
„Unruhig, Sir?“ verſetzte Frau Gamp.
„Er hat wohl viel geſprochen?“
„So ziemlich, Sir,“ verſetzte Frau Gamp.
„Vermuthlich nichts, das irgend einen Sinn hatte, denke ich?“ forſchte der Arzt weiter.
„Nein, weiß Gott, kein Wörtchen, Sir! Nur ver⸗ wirrtes Geplapper,“ war die Antwort.
„Je nun,“ meinte der Doktor,—„man muß ihm


