Teil eines Werkes 
4.-6. Th. (1844)
Entstehung
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mit Herrn Pecksniffs nichts weniger als aufdringlichen Bemerkungen über das ganze Gebäude mochte vermuth⸗ lich den meiſten Grund zu dem unhöflichen Abſchied ge⸗ geben haben, womit man ſie beehrte. Die arme Miß Pinch hatte jedoch leider auf beiden Seiten das Kalb ins Auge geſchlagen, denn die Mutter des kleinen Se⸗ raphs ſetzte ihr wegen ihren gemeinen Bekanntſchaften ſo ſehr zu, daß ſie ſich genöthigt ſah, ſich weinend in ihr eigenes Zimmer zurückzuziehen, und in einer Schwermuth beharrte, welche weder ihre natürliche Mun⸗ terkeit und Demuth noch das Entzücken über die per⸗ ſönliche Bekanntſchaft des Herrn Pecksniff und über den

Empfang eines Briefes von ihrem Bruder aufzuheben

vermochten. Was nun Herrn Pecksniff anbetraf, ſo hielt er ſeinen Begleiterinnen im Miethwagen eine Vorleſung des In⸗ haltes, daß eine gute Handlung ſich ſtets ſelbſt belohne; er gab ihnen zu verſtehen, daß, wenn er in einem ſolchen Falle ſogar mit Fußtritten zum Haus hinaus befördert worden wäre, ihm dieß nur um ſo lieber ge⸗ weſen ſeyn würde. Dieß war indeß kein Troſt für die jungen Damen, die auf dem ganzen Heimweg unausge⸗ ſetzt ſchimpften und zu wiederholten Malen ſogar ein frevles Verlangen an den Tag legten, die dienſtfertige Frau Todgers anzugreifen, auf deren perſönliche Er⸗ ſcheinung und insbeſondere, auf deren beleidigende Karte und Handkörbchen ſie insgeheim die ganze Schuld ihres Mißgeſchicks zu ſchieben geneigt waren.. Todgers's Speiſehaus erlebte an jenem Abend einen ungewöhnlichen Tumult und eine große Geſchäftigkeit ſeiner Inſaſſen, welche zum Theil einigen ungewöhnlichen häuslichen Vorbereitungen auf den nächſten Tag, zum andern Theil aber auch dem ungewöhnlich lebhaften Ver⸗ kehre zuzuſchreiben waren, der in jenem Hauſe unwan⸗ delbar jede Woche in den Abendſtunden des Sonnabends ſtatt fand, weil um beſagte Zeit, jedoch zu verſchie⸗ denen Stunden, die Wäſche der verſchiedenen Herren

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