Unter den engen Durchfahrten und Thorwegen rings⸗ um brüſtete ſich da und dort eine alte Hausthür— ein gothiſches Portal von zierlich ausgeſchnitztem Eichenholz, aus welchem vor alten Zeiten oft Klänge froher Nacht⸗ gelage und Feſtſchmäuſe erſchallten; nun aber waren jene einſtigen Herrenhäuſer zu Magazinen herabgewürdigt, und düſtere finſtere Behälter für Wolle, Baumwolle und dergleichen— Magazine für ſo ſchwerfällige Waaren, daß ſie dem muntern Echo die Kehle ſtopfen,— und hatten einen Ausdruck fürchterlicher Oede an ſich, der nebſt ihrer Verlaſſenheit und ihrem Schweigen ſie höchſt trau⸗ rig und unheimlich erſcheinen ließ. In gleicher Weiſe befanden ſich auch düſtere Hofräume in dieſer Gegend, wohin ſich höchſtens ein verſpäteter Wandersmann ver⸗ irrte und wo mächtige Säͤcke oder Güterballen, die eben angekommen oder zur Verſendung beſtimmt waren, an hohen Krahnen zwiſchen Himmel und Erde baumelten. In der Umgebung von Todgers's Speiſehauſe ſchienen an und für ſich mehr Schubkärren ſich zu befinden, als in der ganzen City möglicherweiſe nothwendig ſeyn konn⸗ ten; auch waren es keine activen Schubkarren, ſondern ein landſtreicheriſches Geſchlecht, da ſie ſtets nur in den engen Gäßchen vor den Hausthüren ihrer Herrn müßig ſtanden und keine andere Beſtimmung zu haben ſchienen als den Weg zu verſperren, ſo daß wenn etwa eine vor⸗ ſpringende Miethkutſche oder ein polternder Frachtwagen des Weges daher kam, um ihretwillen ein ſolcher Auf⸗ ruhr und Gedränge entſtand, daß die ganze Nachbarſchaft plötzlich ſich zu beleben und ſelbſt die Glocken auf dem nächſten Kirchthurm zu erſchüttern ſchien. In den
Kehlen und Rachen der düſtern Höfe in der Umgebung von Todgers's Speiſehauſe beſaßen etliche Weinhändler
und Kaufleute, die mit Spezereiwaaren im Großen han⸗
delten, ſo zu ſagen kleine Städte, die ihnen eigen ge⸗ hörten; ja noch tief unter den Fundamenten dieſer Ge⸗ bäude ſelbſt war der ganze Boden unterminirt und zu
Ställen ausgehöhlt, wo man Karrengäule von den Rat⸗


