Teil eines Werkes 
4.-6. Th. (1844)
Entstehung
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hinein, dann wieder herumgehen mußte, und beim Um⸗ biegen der nächſten Ecke ſich wieder von einer Feuer⸗ mauer oder einem eiſernen Gitter aufgehalten ſah, bis er inſtinktmäßig fühlte, daß ſich vielleicht(Alles zu ſei⸗ ner Zeit) Mittel finden würden, aus dieſem Labyrinthe ſich herauszuarbeiten, daß es jedoch vergebens ſeyn würde, dieſe im Voraus zu vermuthen oder aus eigener Kraft zu erfinden. 4.

Man hatte Beiſpiele von Leuten, die, als ſie zu einem Mittagsmahle in Todgers's Herberge geladen wa⸗ ren, ſich rings im Kreiſe herum todesmüde liefen, und nie die Schornſteinverzierungen dieſer Herberge aus den Augen verloren, denen es jedoch rein unmöͤglich war, das verzauberte Haus außzufinden, ſo daß ſie, mit eini⸗ ger Wehmuth zwar, allein doch ruhig und ohne Klage ſich unverrichteter Dinge wieder nach Hauſe hatten be⸗ geben müſſen. Wem man die Richtung von Todgers's Herberge nur mündlich beſchrieben hätte, der würde ſie wäre er auch nur eine Minute weit entfernt geweſen nichts zu finden vermocht haben. Vorſichtigere Ein⸗ wanderer aus Schottland oder dem nördlichen England ſollen allerdings zu verſchiedenen Malen das beſagte Hans dadurch zu erreichen gewußt haben, daß ſie irgend einen aus der Hauptſtadt gebürtigen Jungen aus einer Armen⸗ ſchule dingten und ſich von ihm führen ließen, oder daß ſie den Poſtbriefträger auf Tritt und Schritt verfolgten allein dieſe wenigen Fälle waren lediglich unter die Aus⸗ nahmen zu rechnen und dienten nur zum Beweiſe, daß Todgers's Herberge in der That in einem Labyrinthe liege, deſſen Myſterien nur wenigen Auserwählten be⸗ kannt ſeyen.

Verſchiedene Obſthöker und Hökerinnen hatten ihre Standquartiere und Marktplätze in der Nähe von Tod⸗ gers's Herberge aufgeſchlagen, und eine der erſten Wahr⸗ nehmungen, welche den Sinnen eines Fremden aufſtießen, war daher der Geruch von Orangen, von ſchadhaften Orangen nämlich mit grünen und blauen Geſchwüren,

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