Teil eines Werkes 
19.-23. Bd. (1854)
Entstehung
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Abenden Sir Leiceſter vor, und ſieht ſich zu unterſchied⸗ lichen Kunſtgriffen gezwungen, um ihr häufiges Gähnen zu verbergen; der wirkſamſte und Hauptkunſtgriff iſt da⸗ bei, daß ſie das Perlenhalsband zwiſchen ihre roſigen Lippen bringt. Langathmige Abhandlungen über die Buf⸗ fy⸗ und Boodle⸗Frage, worin gezeigt iſt, wie unbefleckt Buffy und wie niederträchtig Boodle iſt, und wie das Land zu Grunde geht dadurch, daß nur Boodle Etwas gilt und Buffy gar Nichts, oder wie daſſelbe gerettet wird dadurch, daß nur Buffy Etwas gilt und Boodle gar Nichts(einer von dieſen Beiden muß nun ein Mal am Ruder ſein; einen andern Ausweg gibt es nicht), bilden den Grundſtock ihrer Lectüre. Sir Leiceſter ſelbſt iſt es ziemlich gleich, was ſie ihm vorlieſt, und es ſcheint derſelbe nicht ſehr fleißig dem, was ſie vorlieſt, zu folgen; nur wenn Volumnia ſich beigehen läßt, aufzuhören, wird er immer ganz wach, und fragt, ihr letztes Wort mit ſo⸗ norer Stimme wiederholend, etwas mißvergnügt, ob ſie ſich ermüdet fühle?

Indeſſen iſt Volumnia, während ſie ſo regelartig an Papieren herum gehüpft iſt und dieſelben bepickt hat, auf eine Notiz geſtoßen, die ſie ſelbſt betrifft. Es bietet dieſelbe für den Fall, daß ihrem VerwandtenEtwas zuſtößt, einen ſchönen Erſatz für auch noch ſo langes und beharrliches Leſen, und vermag ſelbſt den Drachen der Langweile im Schach zu halten.

Die Vettern meiden im Allgemeinen Chesney Wold in ſeiner Trübſeligkeit ſo ziemlich, kommen aber ein Bis⸗ chen zur Jagdzeit, wo man in den Culturen Flintenſchüſſe hört, und ein paar zerſtreute Treiber und Parkwächter auf ein paar traurige Vettern an den alten Sammel⸗ plätzen warten. Der abgeſchwächte Couſin, der durch die Trübſeligkeit des Orts noch mehr abgeſchwächt wird, ge⸗ räth in einen entſetzlich niedergeſchlagenen Zuſtand, ächzt in ſeinen gewehrloſen Stunden unter den Bußkiſſen des