Teil eines Werkes 
19.-23. Bd. (1854)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

3

ſtets in einem ſaubern blau und weiß geſtreiften baum⸗ wollenen Taſchentuche zuſammengebunden hält.

Nach Hauſe zurückgekommen, fordert er Mrs. Bag⸗ net beim Frühſtücke ganz zufällig auf, ſie möge erklären, was ſie heute am Liebſten zum Mittageſſen hätte. Da Mrs. Bagnet in Folge eines überaus glücklichen Zu⸗ ſammentreffens von Umſtänden dann unabänderlich erklärt, es ſeien ihr Hühner das Liebſte, ſo zieht Mr. Bagnet auf der Stelle ſein Päckchen aus einem Verſtecke hervor, zum großen Staunen und Entzücken der Anweſenden.

Ferner verlangt er, es ſolle das alte Mädel während des ganzen Tages nichts Anderes thun, als in ihrem al⸗ lerbeſten Auzuge müßig hinſitzen und ſich von ihm und dem jungen Volke bedienen laſſen. Da er aber nicht eben als Koch glänzt, ſo kann man ſich leicht denken, daß dieß für das alte Mädel mehr eine Sache des Staats, als ein Genuß iſt; gleichwohl führt ſie an dieſem Tage ihren Staat mit aller nur erdenklichen Heiterkeit.

Der jetzigen Gedenkfeier hat nun Mr. Bagnet die gewöhnlichen Präliminarien vorangehen laſſen. Er hat zwei Specimina von Geflügel gekauft, die, wenn in Sprüchwörtern überhaupt einige Wahrheit liegt, gewiß nicht mit Spreu gefangen worden ſind, um für den Brat⸗ ſpieß zubereitet zu werden; er hat durch ihre unvorher⸗ geſehene Hervorziehung die Familie in Staunen und in Entzücken verſetzt. Er ſelbſt beauffichtigt und leitet das Braten des Geflügels; und Mrs. Bagnet ſitzt, während die geſunden braunen Finger ihr jucken, indem ſie gerne da einſchreiten möchte, wo ſie Etwas ſchief gehen ſieht, als geehrter Gaſt in ihrem Staatsanzuge da.

Quebec und Malta decken den Tiſch, während Wool⸗ wich, der wie es ihm ziemt, unter ſeinem Vater dient, die Hühner ſich fleißig drehen läßt. Dieſem jungen Kü⸗ chenperſonale läßt Mrs. Bagnet gelegentlich einen Wink, ein Kopfſchütteln, oder ein ſchiefes Geſicht zukommen, wenn ſich daſſelbe Böcke zu Schulden kommen läßt.