Teil eines Werkes 
11.-18. Bd. (1853)
Entstehung
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Sir Leiceſter ſteht auf, um ſeinen Scheidegruß zu erwidern; Mr. Tulkinghorn klingelt wieder; Merkur kommt wieder ein Mal herbeigeflogen, und Mr. Roun⸗ cewell verläßt mit Roſa das Haus.

Es werden ſodann Lichter hereingebracht und da zeigt es ſich denn, daß Mr. Tulkinghorn immer noch, die Hände auf dem Rücken, an ſeinem Fenſter ſteht, und my Lady immer noch wie früher daſitzt, und daß ihr durch die vor ihr ſtehende Juriſten⸗Geſtalt ſowohl der Anblick der Nacht, als der des Tages entzogen wird. Sie ſieht ungemein blaß aus.

Mr. Tulkinghorn bemerkt es, als ſie ſich erhebt, um

ſich zurückzuziehen, und denkt ſo für ſich:Wohl mag ſie blaß ſein! Die Selbſtbeherrſchung dieſes Weibes iſt in der That etwas Staunenswerthes. Während dieſer gan⸗ zen Zeit hat ſie eben nur nach Art eines Schauſpielers eine Rolle geſpielt. Aber auch er kann eine Rolle ſpielen ſeine ſich immer gleichbleibende Rolle und wäh⸗ rend er dieſem Weibe die Thüre aufmacht, könnten fünf⸗ zig Augenpaare, jedes fünfzig Mal ſcharfſichtiger, als Sir Leiceſter's Paar, keinen Tadel an ihm finden. . Lady Dedlock ſpeist heute allein auf ihrem Zimmer. Sir Leiceſter wird heute beigetrieben, um der Doodle' ſchen Partei zu Hilfe zu kommen und die Coodle ſche Faction vernichten zu helfen.

Als Lady Dedlock, immer noch todblaß(und eine recht paſſende Illuſtration zu dem Text des abgeſchwäch⸗ ten Couſin) ſich ſetzt, um ihr Diner einzunehmen, fragt ſie, ob Sir Leiceſter ausgegangen? Ja. Ob Mr. Tul⸗ kinghorn auch ſchon fortgegangen? Nein. Nach einer Weile fragt ſie abermals, ob er ſchon fortgegangen? Nein. Was er thue? Der Merkur glaubt, es ſchreibe der⸗ ſelbe in dem Bibliothekzimmer Briefe. Ob my Lady den⸗ ſelben vielleicht zu ſehen wünſche? Lieber Alles, als das. 3 Aber er wünſcht my Lady zu ſehen. Nach ein paar weiteren Minuten hört man, wie er ſich my Lady em⸗