„Wirklich, Herr?“
„Ja. Und bin dort auch erzogen worden.“
Phil richtet ſeine eine Augenbraue in die Höhe, und ſchluckt, nachdem er ſeinen Herrn ehrerbietig ange⸗ ſtarrt, um ſein Intereſſe auszudrücken, ein gehöriges Quantum Kaffee hinunter, und ſtarrt ihn immer noch an.
„Es gibt keinen Vogelgeſang, den ich nicht kenne,“ hebt Mr. George wieder an.„Nicht viele engliſche Blätter oder Beeren, denen ich nicht ihren Namen geben könnte. Nicht viele Bäume, die ich nicht jetzt noch er⸗ klettern könnte, wenn es nöthig wäre. Ich war einſt ein rechter Landjunge. Meine gute Mutter lebte auf dem Lande.“
„Sie muß eine feine alte Dame geweſen ſein, Herr,“ bemerkt Phil.
„Ja freilich! Und auch nicht ſo alt, vor fünf und dreißig Jahren,“ ſagt Mr. George.»Aber ich eehe eine Wette ein, daß ſie in einem Alter von neunzig faſt noch ſo gerade wäre, wie ich, und über die Schultern her faſt han biein 1
„Iſt ſie in einem Alter von neunzig Jahren ge⸗ ſtorben, Herr?“ fragt Phil. dig aß 8
„Nein, laſſen Sie ſie im Frieden ruhen, Gott ſegne ſie!“ ſpricht der alte Soldat.„Doch was hat mich auf Landjungen, und Landläufer, und Taugenichtſe ge⸗ bracht? Sie, ganz gewiß! Und ſo haben Sie denn nie das Land geſehen,— Sümpfe und Träume ausgenom⸗ men: he?“
Phil ſchüttelte den Kopf.
„Wollen Sie es ſehen?“
„N-ein, hab' eben kein beſonderes Verlangen dar⸗ nach,“ antwortet Phil.
„Die Stadt iſt Ihnen alſo genug, he?“
„Ei, ſehen Sie, Herr,“ ſpricht Phil,„ich kenne ſonſt keine Seele, und zweifle, ob ich nicht zu alt werde, um an Neuem Geſchmack zu finden.“


