Teil eines Werkes 
5.-10. Bd. (1853)
Entstehung
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wie eine Taube. Darum, meine Freunde, Friede ſei mit uns! Menſchenkind, tritt vor!

Seine quatſchelige Pfote ausſtreckend, legt Mr. Chad⸗ band dieſelbe auf Jo's Arm, und denkt drüber nach, wo er ihn hinſtellen ſolle.

Jo, der nicht weiß, was ſein ehrwurdiger Freund mit ihm vor hat, und der eine Ahnung hat, er werde irgend einer peinlichen Operation unterworfen werden, murmelt:

Laſſen Sie mich doch gehen! Ich habe ja nie Nichts zu Ihnen geſagt. Laſſen Sie mich doch gehen!

Nein, mein junger Freund, ſpricht Chadband ſal⸗ bungsvoll,ich laſſe Dich nicht gehen. Und warum laſſe ich Dich nicht gehen? Weil ich ein Arbeiter in der Ernte des Herrn bin, well ich mir im Weinberg des Herrn nie Ruhe, noch Raſt gönne, weil Du mir überant⸗ wortet, und in meinen Händen wie ein koſtbares Werkzeug geworden biſt. Meine Freunde! Moͤge ich dieſes Werkzeug zu Eurem Vortheil, zu Eurem Nutzen, zu Eurem Gewinnſte, zu Eurem Wohle, zu Eurer Bereicherung anwenden! Mein junger Freund, ſetze Dich auf dieſen Schemel nieder! Zo, der augenſcheinlich von dem Eindrucke beherrſcht iſt, der ehrwürdige Herr wolle ihm das Haar ſchneiden, ſchützt ſeinen Kopf mit beiden Armen, und wird nur mit vieler Mühe und unter allen nur erdenklichen Kundgebungen des Widerſtrebens in die erforderliche Lage gebracht.

Nachdem Jo endlich, gleich einem Gliedermann, in diejenige Lage gebracht worden iſt, die man von ihm ver⸗ langt, zieht Mr. Chadband ſich hinter den Tiſch zurück, hält ſeine Bärentatze in die Hoͤhe, und ſpricht:Meine Freunde!

Dieſe Worte bilden für die Zuhörerſchaft das Signal, daß die Aaſprache nun erfolgen werde. Alles ſpitzt die Ohren, und ſucht ſich zu ſammeln. Die Lehrlinge lachen in ſich hineln, und ſtoßen ſich mit den Elbogen. Guſter verfällt in einen ſtarrenden, gedankenleeren Zuſtand, in