6
364
ſondern behält es fein für ſich. Es kommt der andere Tag,— es kommen die gaumenkitzelnden Zurüſtungen für den Oelhandel,— es kommt der Abend. Es kommt Mr. Snagsby in ſeinem ſchwarzen Rocke;— es kommen die Chadband'ſchen;— es kommen(— nachdem das viel⸗ verſchluckende Schiff ganz angepfropft iſt—) die Lehr⸗ linge und Guſter, um ſich erbauen zu laſſen;— es kommt bald mit ſchlotterndem Kopfe, und, bald nach der rechten, bald nach der linken Seite hin, ba. vorwärts, bald rück⸗ wärts latſchend, und mit ſeinem Fetzen von einer Pelz⸗ kappe in der ſchmutzigen Hand, einem Fetzen, den er be⸗ rupft, wie wenn derſelbe ein ſchäbiger, von ihm gefangener Vogel wäre, und wie wenn derſelbe roh gegeſſen werden ſollte,— es kommt endlich, ſagen wir, Jo, das zähe, ſehr zähe Subject, worüber Mr. Chadband zur Erbauung ſeiner Zuhörer ſprechen ſoll.
Mrs. Snagsby heftet ein wachſames Auge auf Jo, gleich in dem Augenblicke, wo er von Guſter in den kleinen Salon eingeführt wird, Er ſieht Mr. Snagsby an, ſo⸗ bald er über die Schwelle tritt. Aha! Warum ſchaut er denn Mr. Snagsby an? Und Mr. Snagsby ſchaut ihn an. Warum ſollte er nun das thun? Hat Mrs. Snagsby jetzt nicht vollkommen Recht? Warum ſollten denn ſonſt die Beiden dieſen Blick mit einander wech⸗ ſeln;— und warum ſollte denn ſonſt Mr. Snagsby ſo verwirrt ſein, und in ſo merkwürdiger Weiſe hinter ſeiner Hand hervor huſten? Es iſt ſo klar, wie Kryſtall, daß Mr. Snagsby Vater zu dieſem Knaben iſt.
„Friede, meine Freunde!“ ſpricht Chadband, ſich er⸗ hebend, und die oͤligen Ausſchwitzungen von ſeinem ehr⸗ würdigen Geſichte abwiſchend,—„Friede ſei mit uns! Meine Freunde,— warum mit Uns? Weil,“ bier ſein bekanntes fettes Lächeln—„weil er nicht gegen uns ſein kann,— weil er für uns ſein muß;— weil er richt verhärtet, weil er beſänftigend iſt;— well er nicht Krieg führt, wie der Raubvogel, ſondern weil er zu uns kommt,


