23²
Fetzen zuſammengetretene Matte verendend neben dem Kamine.
Kein Vorhang verſchleiert die Dunkelheit der Nacht, aber die ihrer Farbe baaren Läden ſind zuſammen ge⸗ zogen; und durch die beiden dürren Löcher hindurch, die darin angebracht ſind, könnte der Hunger hereinſchauen,— die Banſhee*) des auf dem Bette liegenden Mannes.
Denn auf einem niedrigen Bette, dem Feuer gegen⸗ über,— auf einem Bette, das ein unordentliches Gemiſch von ſchmutzigen Lappen, dünnrippigem Zwillich, und gro⸗ bem Sackzeug iſt,— erblickt der Advocat, der mitten unter der Thüre ſtehen bleibt, einen Mann. Dort liegt derſelbe: ſeine ganze Kleidung beſteht aus einem Hemde und aus einem Paar Hoſen; ſeine Füße ſind unbedeckt, Er ſieht gelb aus in der geſpenſterhaften Dunkelheit eines Lichtes, das abgelaufen iſt, bis die ganze Länge ſeines noch brennenden Dochtes ſich umgebogen, und über ſich einen Berg von Grabtüchern gelaſſen hat.
Das Haar des Mannes iſt zottig, und vermiſcht ſich mit ſeinem Barte;— auch der letzere iſt zottig und iſt, wie der Unrath und der Nebel um ihn her, gewachſen, und vernachläſſigt.
So unreinlich und ſchmutzig es auch in dem Zimmer ausſieht,— ſo unrein und peſtartig auch die dort herr⸗ ſchende Luft iſt, ſo iſt es doch nicht leicht, herauszufinden, woher die Dünſte rühren, die dort den Sinnen am Läſtigſten ſind; aber durch die allgemeine Kranken⸗ und Peſtluft und durch den Geruch von verlegenem Tabak hindurch, dringt in des Advocaten Mund ein bitterer, ſchaler Opium⸗Geſchmack.
„Halloh, Freund!“ ruft er, und ſchlägt mit ſeinem eiſernen Leuchter gegen die Thüre.
*) In Irland und Schottland eine Fee, die durch Weſong vor dem Fenſter Todesfälle und allerlei Unglü weiſſagt.
ſllieg abg
1 hall
4 geh und
auf


