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Bei den Bewohnern von Cook's Court hieß es,— wenn gleich das Gerücht nur ein ſehr vages war,— die Mutter dieſer Nichte habe, während der Kindheit ihrer Tochter, dieſe jeden Morgen mit ihrem mütterlichen Fuße an die Bettpfoſte befeſtigt und angeſchnürt, damit die Sache gründlicher gethan würde, da ſie von einem allzu ängſtlichen Wuuſche beſeelt geweſen ſei, die Figur ihrer Tochter der Vollkommenheit nahe kommen zu ſehen; auch ſoll dieſelbe innerlich ganze Pinten Eſſig und Ci⸗ tronenſaft gehabt haben, welche Säuren dann nach der Naſe der Patientin aufgeſtiegen ſeien, und deren Tempe⸗ rament influenzirt hätten.
Von welcher der vielen Zungen des Gerüchtes dieſe ſchlecht begründete Sage auch ausging, immerhin iſt ſo viel gewiß, daß ſie nie bis zu den Ohren des jungen Snagsby drang, oder dieſelben wenigſtens nicht influen⸗ zirte. Und ſo kam es denn, daß Snagsby, nachdem er mannbar geworden, um den ſchönen Gegenſtand gefreit, und denſelben gewonnen hatte, mit einem Male zwei Aſſociationen einging. Und ſo ſind denn in Cook's Court, Curſitor Street, Mr. Snagsby und die Nichte ein Fleiſch; auch läßt die Nichte immer noch ihrer Ge⸗ ſtalt eine liebevolle Pflege angedeihen,— ihrer Geſtalt, die, wie ſehr auch die Geſchmäcke verſchieden ſein mögen, ohne alle Frage inſofern bemerkenswerth iſt, als ſie ein wahres Diminutivum von einem Frauenzimmer darſtellt.
Mr. und Mrs. Snagsby ſind nicht nur ein Fleiſch und ein Bein, ſondern anch, der Meinung der Nachbar⸗ ſchaft zufolge, eine Stimme und eine Seele.
Dieſe Stimme, die von Mrs. Snagsby allein aus⸗ zugehen ſcheint, hört man in Cook's Court gar oft. Was Mr. Snagsby betrifft, ſo läßt er ſich ſelten anders hören, als vermittelſt dieſer ſüßen, wohlklingenden Töne: in dieſen findet er einen Ausdruck für ſeine Gefühle. Er ſelbſt iſt ein ſanfter, kahlköpfiger, ſchüchterner Mann, mit einem glänzenden Kopfe und einem ziemlich elend aus⸗
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