Teil eines Werkes 
1.-4. Bd. (1852)
Entstehung
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dem entgegengeſetzten Sitze ſaß, und in einer Menge von Binden und Röcken ſehr dick ausſah; allein er ſah zum Aadeei Fenſter hinaus, und nahm von mir gar keine Notiz. 1

Ich dachte an meine ſelige Taufpathin; an die Nacht, wo ich ihr aus der Bibel vorgeleſen; an ihren ſtarren und ſtrengen Blick, als ſie auf ihrem Bette lag; an den ſeltſamen Ort, wohin ich ging; an die Leute, die ich dort treffen würde, und machte mir Gedanken darüber, wie ſie wohl ausſehen, und was ſie wohl zu mir ſagen würden; als eine Stimme in der Kutſche mich ent⸗ ſetzlich zuſammenfahren machte.

Sie ſprach:

Was, zum Teu-fel, weinen Sie denn?

Ich erſchrak darüber ſo ſehr, daß mir die Stimme verſagte, und ich bloß flüſtern konnte:Ich, mein Herr?

Denn ich wußte natürlich, daß es Niemand anders geweſen ſein könne, als der Herr mit den vielen Binden und Röcken, obgleich derſelbe immer noch zu ſeinem Fenſter hinausſah.

Ja, Sie, ſprach er, ſich umwendend.

Ich wußte nicht, daß ich weinte, mein Herr, ſtotterte ich.

Aber ich ſage Ihnen, Sie weinen! ſprach der Herr.Da, ſehen Sie her!

Sofort kam er von der andern Ecke der Kutſche zu mir her, bis er ſich mir gerade gegenüber befand, fuhr mit einem ſeiner großen Pelzaufſchläge über meine Augen hin(ohne mir aber wehe zu thun), und zeigte mir, daß derſelbe feucht war.

Da! Nun wiſſen Sie, daß Sie weinen, ſagte er. Wiſſen Sie es jetzt noch nicht?

Doch, doch, nun weiß ich es, mein Herr, ſagte ich.

Und warum weinen Sie denn? fuhr der Herr fort.Wollen Sie denn nicht dahin gehen?

Wohin, mein Herr?