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furchtbarer Stimme, aus einem ganz andern Theile des Buches, ausrief:
„„Darum wachet und betet, daß er nicht komme und Euch ſchlafend finde. Und was ich Euch ſage, ſage ich Allen, Wachet!“ 4
Und während ſie ſo vor mir ſtand, und dieſe Worte wiederholte, fiel ſie auf den Boden nieder. Ich brauchte nicht erſt zu rufen; ihre Stimme war durch das ganze Haus gedrungen und auf der Straße gehört worden.
Sie wurde auf ihr Bett gelegt. Länger denn eine Woche lag ſie dort, äußerlich wenig verändert,— mit dem alten ſchönen, entſchloſſenen, düſteren Blicke, den ich ſo wohl kannte, im Geſichte. Gar oft küßte ich ſie, bei Tag und bei Nacht, wobei ich den Kopf auf ihr Kiſſen legte, damit ſie mein Geflüſter deſto leichter hören möchte; ich dankte ihr, betete für ſie, bat ſie um ihren Segen und um Verzeihung und flehte ſie an, daß ſie mir doch durch das geringſte Zeichen zu erkennen geben möchte, daß ſie mich hörte oder kennete. Aber nein, nein, nein. Ihr Geſicht war unbeweglich. Ihr ſaurer, düſterer Blick blieb ſich bis an's Ende, und ſogar noch im Tode gleich.
An dem Tage nach dem Begräbniß meiner armen guten Taufpathin erſchien der ſchwarz gekleidete Herr, mit dem weißen Halstuche, wieder. Mrs. Rachael kam zu mir, und holte mich, und ich fand ihn an dem alten Platze, wie wenn er nie fortgegangen wäre.
„Ich heiße Kenge,“ ſagte er;„vielleicht können Sie ſich noch meiner erinnern, mein Kind; Kenge und Car⸗ boy, Lincoln's Inn.“
Ich erwiederte, daß ich mich erinnerte, ihn ſchon ein Mal geſehen zu haben.
„Setzen Sie ſich doch,— hieher, in meine Nähe. Betrüben Sie ſich nicht zu ſehr; es nützt ja doch Nichts. Mrs. Rachael, ich brauche Ihnen, die Sie mit den Ver⸗ mögensumſtänden der ſeligen Miß Barbary vertraut wa⸗
Bleak Honſe. J. 3 3


