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recht wohl erinnern)— zu meiner großen Freude zu ſich in ihr Haus ein, wo ſie eine kleine Geſellſchaft um ſich verſammeln wollte. Allein meine Taufpathin ſchrieb einen ſteifen Abſagebrief für mich, und ſo kam ich nie hin. Ueberhaupt kam ich nie in ein fremdes Haus.
Es war mein Geburtstag. An andern Geburts⸗ tagen bekamen wir in der Schule ſtets Vakanz;— um den meinigen aber kümmerte ſich Niemand. An andern Geburtstagen gab es daheim Luſtbarkeiten, wie ich die Mädchen einander erzählen hörte;— an meinem gab es keine. Mein Geburtstag war der traurigſte Tag im ganzen Jahre, den ich zu Hauſe zubrachte.
Ich habe erwähnt, daß, wenn meine Eitelkeit mich nicht trüge,(was, ſo viel ich weiß, wohl ſein kann, denn vielleicht bin ich ſehr eitel, ohne es zu vermuthen,— obgleich ich es wirklich nicht vermuthe), meine Faſſungs⸗ kraft eine geſchwindere ſei, ſo oft meine Liebe zu irgend einem Gegenſtande ſich deutlicher ausſpreche. Ich bin von Natur liebevoll geſtimmt; und vielleicht wuͤrde ich eine ſolche Wunde, wenn man eine ſolche Wunde mehr denn ein Mal bekommen könnte, immer noch mit der Lebhaftigkeit jenes Geburtstages empfinden.
Das Mittageſſen war vorüber, und ich ſaß mit meiner Taufpathin an dem Tiſche vor dem Feuer. Die Uhr tickte, das Feuer praſſelte; man hatte in dem Zimmer, oder in dem Hauſe, ich weiß nicht, ſeit wie lange ſchon, kein anderes Geräuſch gehört.
Zufällig ſchaute ich von meiner Näharbeit auf, und blickte, über den Tiſch hin, meine Taufpathin an.
Und wie ich ihr ſo in's Geſicht ſah, blickte ſie mich finſter an.
„Es wäre beſſer geweſen, kleine Eſther,“ ſagte ihr Geſicht,„wenn Du nie einen Geburtstag gehabt hätteſt; — wenn Du nie geboren wäreſt!“
Ich hob an, zu weinen und zu ſchluchzen, und ſagte:
„Oh, liebe Taufpathin, ſagen Sie mir doch, ich
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