Teil eines Werkes 
8. Th. (1839)
Entstehung
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130 Nicolaus Nickteby.

»Hurrah!« riefen die Stimmen.

»Noch einmal und noch lauter,« ſagte John.

Die Knaben gehorchten.

»Und noch einmal!« rief John.»Fürchtet Euch nicht. Ein recht kräftiges Hurrah!«

»Hurrah!«

»Nun noch eins,« fuhr John fort,»noch eins zuletzt und dann macht fort ſo ſchnell als möglich. Holt erſt recht Athem Squeers ſitzt im Gefängniß, die Schule wird geſchloſſen, alles iſt vorbei, vergangen und überſtanden, denkt daran und ruft recht aus Herzensgrunde; Hurrah!«

Es erſcholl ein jubelndes Hurrah, wie es die Wände von Todtenbuſchhall nie vorher gehört hatten und nie wieder hören ſollten. Als der letzte Ton verklungen war, war auch die Schule leer und von den lärmenden Knaben, die noch fünf Minuten vorher darin hauſeten, auch nicht Einer geblieben.

»Sehr gut, Herr Browdie,« ſagte Fräulein Squeers, die hochroth im Geſichte ausſah, aber ſchnippiſch blieb bis zuletzt,»Sie haben unſere Schüler aufgewiegelt da⸗ voon zu laufen. Dafür werden Sie büßen müſſen. Wenn

auch mein Vater unglücklich und von Feinden geſtürzt worden iſt, ſo werden wir uns doch nicht von Ihnen und Ihrer Frau ſo behandein laſſen.«

Na, na,« ſagte John,»wir werden Euch nichts zu Leide thun, verlaßt Euch darauf; denk' beſſer von uns, Fanny. Ich ſage Dir,'s freut mich, daß der Alte end⸗ lich feſt ſitzt,'s freut mich ſehr, aber deshalb ſoll Dir nichts zu Leide gethan werden, dazu bin ich der Magg nicht, und meine Frau iſt es auch nicht. Ja, wenn Freunde brauchſt, die Dir beiſtehen na, rümpfe nur die Naſe nicht, Fanny, es kann wohl dahin kommen, ſo weißt Du, wo Du mich und Tildchen finden kannſt; wir werden immer bereit ſein, Dir beizuſtehen. Aber glaub' nicht, ich ſchäme mich deſſen, was ich geſagt und was ich gethan habe, denn ich rufe noch einmal: Hurrah! und nieder mit dem Schulmeiſter!« 1

Nach dieſen Worten ſchritt John Browdie hinaus, ſchwang ſich wieder auf ſein Pferd, trällerte luſtig ein Lied⸗ chen, das von dem Hufſchlag ſeines Pferdes luſtig begleitet