Nicolaus Nickleby.
Frühſtück, jetzt nicht, denn Du biſt hungrig und ich bin's
auch, und Tildchen wird die Sache auch aus dem Fun⸗ damente wiſſen wollen.«
Unterdeß trat Madame Browdie in einem netten Häubchen ein, und bat wiederholt um Entſchuldigung, daß ſie beim Frühſtück in der Küche angetroffen worden wären, zu dem man ſich nun in allem Ernſte wendete. Es beſtand aus ziemlich derben Stücken geröſteten Bro⸗ des, friſch gelegten Eiern, gekochtem Schinken, Yorkſhirer Paſtete, und andern kalten Eßwaaren(von welchem fortwährend neuer Vorrath aus einer andern Küche von einer dicken Magd herbeigebracht wurde) und paßte trefflich für den kalten Morgen, weshalb ihm denn auch tüchtig von Allen zugeſprochen wurde. Endlich wurde man doch fertig damit, und da unterdeß das beſte Zim⸗ mer im Hauſe geheizt worden war, ſo begab man ſich dahin, um zu hören, was Nicolaus zu erzählen habe.
Nicolaus erzählte alles, und wohl hat keine Ge⸗ ſchichte zwei eifrige Zuhörer ſo gewaltig ergriffen. Bald ſeufzte und ſtöhnte John Browdie aus Theilnahme, bald lachte er laut auf vor Freude; einmal ſchwur er, er werde nach London wandern, bloß um die Gebrüder
Cheeryble zu ſehen, dann gelobte er wieder, der Timo⸗
theus Linkinwater ſolle mit der Poſt, aber frei, einen Schinken bekommen, wie noch kein Sterblicher einen an⸗ geſchnitten. Als Nicolaus anfing, Madelinen zu be⸗ ſchreiben, ſaß er mit offenem Munde da, nickte ſeiner Frau manchmal zu und rief:»ſie müßte ein prächtiges Mädchen ſein.« Als er endlich hörte, ſein junger Freund ſei bloß deshalb gekommen, um ihm ſein Glück mitzu⸗ theilen und ihm ſeine Freundſchaft mündlich zu verſichern, da er es nicht herzlich genug habe ſchreiben können,— daß er die Reiſe bloß unternommen habe, um ſein Glück


