Nicolaus Nickleby. 125
möglich auf und rief laut, während er die Hände zu⸗ ſammenſchlug:
„'s iſt der Gevatter,'s iſt der Gevatter, wahrhaftig! Tildchen, Herr Nickleby iſt da. Na, gieb mir die Hand, komm herein, an's Feuer, und nimm einen Schluck von dem da. Kein Wort, eh' Du getrunken haſt, kein Wort! ¹s freut mich ſehr, Dich zu ſehen.«
John ließ es auch bei den Worten nicht bewenden, ſondern zog ihn in die Küche, nöthigte ihn auf einen großen Seſſel neben einem flackernden Feuer und ſchenkte aus einer ungeheuer großen Flaſche etwa ein halbes Nöſel Branntwein ein, gab ihm dies in die Hand, machte ihm den Mund auf, zog ihm den Kopf zurück zum Zei⸗ chen, daß er ſogleich trinken müſſe und ſtand vor ihm mit einem freudigen Lächeln auf ſeinem großen rothen, jovialen Geſichte.
„»Ich hätt's wiſſen können,« ſagte John,»daß Nie⸗ mand anders als Du ſo anpochen würdeſt. So pochteſt Du beim Schulmeiſter an, nicht wahr? Ha! hal ha! Aber ſage mir, wie ſteht's jetzt mit dem Schulmeiſter?«
»Ihr wißt alſo?« fragte Nicolaus.
„»Man munkelte geſtern Abend,« antwortete John, vaber Niemand ſchien die Sache genau zu wiſſen.«
»Nach mancherlei Verzögerungen,« ſagte Nicolaus, viſt er verurtheilt worden, auf ſieben Jahre deportirt zu werden, weil er unrechtmäßiger Weiſe im Beſitze eines geſtohlenen Teſtamentes war; nach dieſem wird er noch die Folgen eines Complottes zu erleiden haben.⸗
»Was!« rief John, v»ein Complott? So'was, wie die Pulververſchwörung?«
»Nein, nein, ein Complott in Bezug auf ſeine Schule; ich werde Euch die Sache ausführlicher erzählen.«
Das iſt recht,« meinte John, verzähl's nach vem


