Teil eines Werkes 
8. Th. (1839)
Entstehung
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Nicolaus Rickleby. 123

in ein Bett, das hinter der Thüre ſtand, zog die Decke über ſein Geſicht und ſtrampelte krampfhaft mit den Beinen.

»Verflucht!« rief er mit halberſtickter Stimme,»'s iſt die kleine Nickleby. Mach' die Thüre zu, löſch' das Licht aus, ſtürze die Bettſtelle um, damit ich nicht ge⸗ ſehen werde.

Die Frau ſah erſt Nicolaus, dann Mantalini an, als ſei ſte ungewiß, wen ſie wegen dieſes außerordentlichen Benehmens ausſchelten ſollte, als aber Mantalini unglück⸗ licher Weiſe gerade in dieſem Augenblicke die Naſe aus dem Bette hervorſteckte, um zuzuſehen, ob die Fremden fortwären, warf ſie mit einer Fertigkeit, die ſie ſich nur durch lange Uebung erworben haben konnte, einen ſchwe⸗ ren Wäſchkorb nach ihm, und ſie traf ſo gut, daß er noch heftiger als vorher mit den Füßen zappelte, ohne jedoch einen Verſuch zu machen, ſeinen Kopf von dem Korbe und aus der Wäſche wieder herauszuarbeiten. Nicolaus hielt dies für eine günſtige Gelegenheit ſich zu entfernen, ehe der Zorn der Frau ſich gegen ihn wende; er zog alſo Käthchen ſchnell mit ſich fort und überließ es dem unglücklichen Gegenſtande dieſer unerwarteten Erkennung, ſein Benehmen ſo gut als möglich zu erklären.

Am nächſten Morgen trat er ſeine Reiſe an. Es war jetzt kaltes Winterwetter, das ihn an die Um⸗ ſtände erinnerte, unter welchen er dieſe Straße das Erſtemal gereiſt war, und an die vielen Verände⸗ rungen und Wechſelſälle, die er ſeitdem erfahren. Er ſaß den größten Theil des Weges allein im Wagen, und wenn er bisweilen eingeſchlummert war, dann auf⸗ wachte und durch das Fenſter hinausſah und einen Ort erkannte, an dem er, wie er ſich erinnerte, früher vor⸗ über gekommen war bei ſeiner erſten Fahrt oder bei ſeiner Wanderung mit Smike, war es ihm faſt, als ſei

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