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Nicolaus Nickleby. 11
daß er aus Aerger den Brief zuſammenlegte und in ei⸗ nem andern Ideengange Troſt ſuchte.
»Ich habe mich lange in London aufzuhalten,« ſagte er,»und das iſt ein verfluchtes Loch, wenn man auch nur eine Woche lang oder ſo hineinkriechen und da leben ſoll. Freilich hundert Pfund Sterling macht fünf Jun⸗ gen; fünf Jungen zahlen erſt in einem ganzen Jahre hundert Pfund und davon iſt auch noch abzuziehen, was ſie zu erhalten koſten. Ich verliere nichts dabei, daß ich hier bin, weil das Geld für die Jungen eben ſo gut eingeht, als wenn ich zu Hauſe wäre, und meine Frau hält ſie ſchon in der Zucht. Freilich einige Zeit geht verloren, ich werde viel Prügel nachzuholen haben, aber in ein paar Tagen iſt das gethan und für hundert Pfund kann man ſchon etwas extra thun.— Es iſt gerade die rechte Zeit, auf die Alte zu warten, denn nach dem, was ſie geſtern Abend ſagte, werde ich, komme ich über⸗ haupt zum Zwecke, heute Abend das Ziel erreichen; ich will deshalb noch ein halbes Glas trinken, um mir gut Glück zu wünſchen und mir Muth zu machen. Madame Squeers, liebe Frau, Deine Geſundheit!«
Saueers ſchielte bei Seite, als ſei die Frau, deren Geſundheit er trinken wollte, wirklich zugegen, goß— ohne Zweifel in ſeinem Enthuſiasmus— ein ganzes Glas voll und trank es auch aus. Da das, was er trank, reiner Spiritus war, und er ſeine Zuflucht ſchon mehr als einmal zu der Flaſche genommen hatte, ſo wird es nicht überraſchen, daß er ſich nun in einem ſehr fröhlichen Zuſtande befand und zu ſeinem Zweike voll⸗ kommen genug aufgeregt war.
Was dieſer Zweck war, ergab ſich bald, denn nach⸗ dem er einige Male in dem Stübchen auf⸗ und abge⸗ gangen war, nahm er die Flaſche unter den Arm und
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