Teil eines Werkes 
8. Th. (1839)
Entstehung
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Nicolaus Nickleby. 9

und Feuchtigkeit gebildet hatten, die durch das Dach her⸗ eingedrungen war, und begann das nachfolgende Selbſt⸗ geſpräch:

Das geht gut da, ungemein gut. Da habe ich mich nun wer weiß wie viele Wochen umhergetrieben, es muß in die ſechſte gehen, habe der alten Wittwe, dem Drachen« Herr Squeers ſprach dieſes Beiwort mit einiger Anſtrengung aus»die Kur geſchnitten, und in Todtenbuſch⸗Hall geht unterdeß Alles drunter und drüber! Das iſt das Schlimmſte, wenn man ſich mit dem alten Nickleby einläßt, man weiß nicht, wann man wieder loskommt, und wenn man ihm den kleinen Fin⸗ ger giebt, nimmt er die ganze Hand wie der Teufel.«

Herr Squeers dachte bei dieſer Gelegenheit vielleicht an die hundert Pfund St., die er von dem alten Nick⸗ leby erhalten ſollte, genug die verdrießliche Miene in ſeinem Geſichte ließ allmälig nach, und er hob das Glas freundlicher an den Mund und fand den Inhalt wohl⸗ ſchmeckender als vorher.

»Ich habe noch niemals,« fuhr Squeers in ſeinem Monologe fort, veinen ſo ſchlauen Fuchs geſehen und

kennen gelernt als den alten Nickleby, niemals. Nie⸗

mand kann ihn durchſchauen, und was Niemand vermag, das vermag er. Ich ſehe es noch, wie er ſchlau und liſtig Tag für Tag umherſchlich und horchte und horchte und ſchlich, bis er es erhorcht hatte, wo ſich die koſt⸗ bare alte Grete verſteckt hatte, wie er alle Hinderniſſe ebnete, damit ich meine Operation anfangen könnte, und wie er umherkroch und umherſchlich gleich einer blutdür⸗ ſtigen alten, häßlichen, verfluchten Schlange mit funkeln⸗ den Augen. Ach, in unſerm Wirkungskreiſe würde er Ausgezeichnetes geleiſtet haben, wenn er ihm nicht zu beſchränkt geweſen; ſein Genie würde alle Schranken Nicolaus Nickleby. VIII. 2