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Die Pickwicker. 169
„Das denke ich mir auch,« ſagte Sam.
„Nichts weiter,« fuhr Weller Senior fort, indem er nachdenklich den Kopf ſchüttelte,„und was mich am meiſten verdrießt, Samiel, iſt, daß ſie Alle ihre Zeit und Arbeit verſchlottern, um Kleidungsſtücke für die ſchwarzen und kupferfarbigen Leute zu machen, die ſie nicht brauchen können, und ſich um die fleiſchfarbigen Chriſtenkinder nicht bekümmern, die ſie ſo nöthig haben. Wenn ich zu be⸗ fehlen hätte, Samiel, ſo würde ich alle die faulen Schä⸗ fer hinter eine ſchwere Schiebkarre ſtellen, und ſie den ganzen Tag auf einer vierzehn Zoll breiten Bohle hin und her karren laſſen. Das würde ihnen den Unſinn ſchon herausſchüttern, wenn es ſonſt irgend möglich iſt.⸗
Nachdem Herr Weller Senior dieſes Radikalmittel mit großem Nachdruck erörtert, und durch ein entſpre⸗ chendes Spiel ſeiner Züge begleitet hatte, leerte er ſein Glas auf einen Zug, und klopfte mit angeborner Würde die Aſche aus ſeiner Pfeife. Er war damit noch be⸗ ſchäftigt, als draußen auf dem Gange eine gellende Stimme ertönte.
„»Da läßt ſich Deine liebe Mama hören, Sammy,⸗ ſagte der alte Herr, und gleich darauf trat ſeine Ehe⸗ hälfte in das Zimmer.
»Ah, biſt Du wieder angekommen?« rief ſie ihm entgegen.
»Ja, mein Schatz,« erwiederte Herr Weller, indem er ſich eine friſche Pfeife ſtopfte.
»Iſt Herr Stiggins noch nicht wieder hier geweſen?⸗ fragte Miſtreß Weller.
»Nein, mein Schatz, noch nicht,« entgegnete Herr Weller, indem er ſeine Pfeife durch die ſinnreiche Opera⸗ tion anzündete, daß er eine glühende Kohle aus dem Feuer zwiſchen die Zange faßte, und auf den Taback


