Die Pickwicker.
Herr Weller Senior, obſchon es mir noch ein Geheimniß iſt, wie Du es angefangen haſt, um bei Deiner Stief⸗ mutter gut aufgenommen zu werden. Ich wollte nur, Du ſchriebſt mir Dein Rezept auf.«
„Pſt,« entgegnete Sam,»ſie iſt zu Hauſe, alter Burſche.«
„Kann uns aber nicht hören,« erwiederte Weller Senior.»Wenn ſie ihren Thee getrunken hat, handthiert ſie immer im Hauſe umher, und ſpektakelt ein paar Stunden; wir wollen uns daher etwas zu Gute thun, Sammy.«
Bei dieſen Worten begann Herr Weller Senior ein paar Gläſer Branntwein und Waſſer zu miſchen, holte zwei Pfeifen, und indem der Vater und der Sohn ſich einander gegenüberſetzten, Sam an die eine Seite des Kamins in den hohen Lehnſtuhl, und Herr Weller Senior an die andere in einen dito, machten ſie es ſich ſo be⸗ quem und behaglich, als nur immer möglich war.
»Iſt Jemand hier geweſen, Sammy?« fragte Herr Weller Senior trocken nach einem langen Stillſchweigen.
Sam nickte ſehr bedeutſam. 3
„Der rothnaſige Hallunke ²« fragte Herr Weller.
Sam nickte abermals⸗
„Ein liebenswürdiges Menſchenkind,« ſagte Herr Weller Senior, mit heftigen Zügen fortrauchend.
»Scheint ſo,« bemerkte Sam.
„Verſteht ſich aufs Rechuen,« fuhr Weller der Va⸗ ter fort. 3
»Wie ſo?« fragte Sam.*
»Borgt am Montag achtzehn Pence und kommt den Dienſtag wieder, und borgt einen Schilling, daß es eine halbe Krone wird, kommt am Mittwoch wieder, und borgt abermals eine halbe Krone, daß es fünf Schilling


