Teil eines Werkes 
3. Th. (1839)
Entstehung
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Die Pickwicker. 165

vEs ſind Taſchentücher, mein junger Freund,« er⸗ wiederte Herr Stiggins, welche Unterhaltung mit Be⸗ lehrung verbinden, indem auserwählte Erzählungen mit Holzſchnitten darauf gedruckt ſind.«

»Ah, ich weiß ſchon,« ſagte Sam,»ſie hängen in den Leinwandladen mit Bettlerpetitionen und dergleichen darauf.«

Herr Stiggins begann, ſich in die dritte Butter⸗ ſchnitte zu vertiefen, und nickte bejahend.

»Und der Alte wollte ſich von den Damen nicht dazu bereden laſſen?« fragte Sam.

»Er ſaß da,« erwiederte Frau Weller,»rauchte ſeine Pfeife, und ſagte, das mit den Negerkindern wäre

»Nichts als Beutelſchneiderei,« fiel Herr Stiggins mit dem Tone des Entſetzens ein.

»Ja, er ſagte, es wäre nichts als Beutelſchneiderei,⸗ wiederholte Miſtreß Weller, und beide ſeufzten über das ruchloſe Benehmen des ältern Herrn Weller.

Vielleicht würden noch viele Ruchloſigkeiten dieſer Art zu Tage gekommen ſein, aber die Butterſchnitte waren alle verzehrt, der Thee begann ſchwach zu werden, und Sam zeigte nicht im geringſten die Abſicht, ſich ent⸗

fernen zu wollen. Herr Stiggins erinnerte ſich daher

plötzlich, daß er eine höchſt dringende Zuſammenkunft mit dem Schäfer verabredet habe, und empfahl ſich.

Kaum war das Theegeſchirr abgeräumt, als die Londoner Poſtkutſche Herrn Weller den Aeltern vor dem Hauſe abſetzte. Er trat in das Schenkſtübchen und erblickte ſeinen Sohn.

»Ah, ſieh da, Sammy!« rief er ihm entgegen.

»Willkommen, alter Herr,« rief der Sohn zurück, und ſie ſchüttelten ſich kräftig die Hände.

Freuet mich ſehr, Dich hier zu ſehen, Sammy,« ſagte