Teil eines Werkes 
3. Th. (1839)
Entstehung
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Die Pickwicker. 163 Eindruck, und Sam verfolgte ſeinen Vortheil, indem er ſeine Stiefmutter küßte.

»Gehen Sie,« ſagte Frau Weller, ihn zurückdrän⸗ gend.

»Ei, ſchämen Sie ſich doch, junger Mann,« ſagte der Herr mit der rothen Naſe.

»Iſt nicht böſe gemeint,« verſetzte Sam,»aber Sie haben freilich recht; es iſt nicht ganz in der Ordnung, wenn Stiefmütter ſo jung und hübſch ſind, nicht wahr Sir?« 3

Es iſt Alles eitel,« ſeufzte Herr Stiggins.

»Ja, das iſt wahr,« ſagte Frau Weller, indem ſie ihre Haube zurecht rückte.

Sam dachte eben ſo, behielt aber ſeine Gedanken für ſich.

Dem frommen Schäfer ſchien Sams Ankunft keines⸗ wegs erfreulich zu ſein, und als der erſte Eindruck ſeiner Schmeicheleien vorüber war, nahm auch Miſtreß Weller eine Miene an, als hätte ſie ſeinen Beſuch ohne das mindeſte Mißbehagen entbehren können. Sam war aber einmal da, und konnte nicht füglich ohne weiteres hinausgewieſen werden; ſie ſetzten ſich daher alle drei zum Thee. 3

»Wie befindet ſich der Vater 2« fragte Sam.

Frau Weller hob die Hände und die Augen bei dieſer Frage empor, als ſei ein gar zu peinlicher Gegen⸗ ſtand berührt worden.

Herr Stigsins ſtöhnte.

»Was fehlt dem Herrn?« fragte Sam.

»Er bejammert den Weg, den Ihr Vater wandelt, erwiederte Miſtreß Weller.

»Wirklich?« ſagte Sam.

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