Teil eines Werkes 
3. Th. (1839)
Entstehung
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162 Die Pickwicker.

»Ich denke, er wollte heute wiederkommen,« ſagte Sam.

»Es kann ſein und auch nicht ſein,« erwiederte Frau Weller, indem ſie eine neue Broͤſcheibe, welche der rothnaſige Mann eben geröſtet hatte, mit Butter beſtrich,»ich weiß es nicht, und es iſt mir auch gleich⸗ viel. Langen Sie zu, Herr Stiggins.«

Der rothnaſige Mann ließ ſich das nicht zweimal ſagen, und fiel ſofort mit wilder Eßbegier über die Brot⸗ ſchnitte her.

Sam hatte vom erſten Augenblick an aus der Per⸗ ſönlichkeit des rothnaſigen Mannes mehr als gemuth⸗ maßt, daß es der fromme Schäͤfdr ſei, von welchem ſein achtbarer Vater ihm erzählt hatte. Sobald er ihn eſſen ſah, waren ſeine letzten Zweifel beſeitigt, und er gewahrte ſogleich, daß, wenn er für einige Zeit hier zubringen wolle, er raſch Fuß faſſen müſſe. Er begann daher ſeine Operationen damit, daß er mit dem Arm über die Halb⸗ thür des Schenkſtubchens langte, kaltblütig aufriegelte, und ohne Umſtände hineinging.

»Frau Stiefmutter,« ſagte Sam,»wie geht's?«

»Ich glaube wirklich, es iſt ein Weller,« ſagte ſie, indem ſie mit wenig vergnügtem Ausdruck Sam in das Geſicht blickte.. 8

»Ich glaub's faſt auch,« fuhr der unerſchütterliche Sam fort, und ich hoffe, dieſer hochehrwürdige Herr hier wird mich entſchuldigen, wenn ich ſage, daß ich wünſchte der Weller zu ſein, der Euch beſitzt, Mama.«

Sam operirte mit einem doppelläufigen Compliment, denn ſeine Worte ſagten ſowohl, daß Miſtreß Weller eine

ſehr angenehme Frau ſei, als daß Herr Stiggins ein

geiſtliches Anſehen habe. Sie machten auch ſichtlichen

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