Teil eines Werkes 
3. Th. (1839)
Entstehung
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160 Die Pickwicker.

eines erfahrnen Reiſenden alle dieſe Anzeichen eines blü⸗ henden Geſchäftsverkehrs zu prüfen, und ging darauf, ſehr befriedigt durch Alles, was er beobachtet hatte, ohne Weiteres hinein.

»Was beliebt, junger Mann?« rief eine gellende weibliche Stimme, als er kaum über die Schwelle getre⸗ ten war. Sam blickte nach der Richtung, aus welcher die Stimme ertönte. Sie kam von einer ziemlich korpulenten, behaglich ausſehenden Frau, die im Schenkſtübchen vor dem Kamine ſtand, und das Feuer unter dem Keſſel anblies. Sie war nicht allein, denn an der andern Seite des Ka⸗ mins ſaß ein Mann kerzengrade auf einem Stuhl mit hoher Rückenlehne in bis auf Aden Faden abgetragenen Kleidern und mit einem faſt eben ſo langen ſteifen Rücken, als der ſeines Stuhls war. Dieſer Mann erregte ſogleich Sams beſondere Aufmerkſamkeit. Er hatte ein langes und ſchmales Geſicht, einen zuſammengekniffe⸗ nen Mund, eine rothe Naſe, und etwas von einem Klap⸗ perſchlangenblick, der ziemlich ſtechend, und auf jeden Fall entſchieden ſchlecht war. Er trug ſehr kurze Bein⸗ kleider und ſchwarze wollene Strümpfe, welche, wie ſein ganzer Anzug, ſehr abgetragen waren. Seine Blicke wa⸗ ren zwar geſteift, aber ſein weißes Halstuch war es nicht, und die langen Zipfel deſſelben fielen ſehr unmo⸗ diſch und unmaleriſch über die dicht zugeknöpfte Weſte herab. Ein paar alte grob abgenutzte Handſchuhe, ein breiträndiger Hut und ein verbleichter grüner Regenſchirm mit viel hervorſtehendem Fiſchbein, als folle dadurch der Mangel eines Griffs an der Spitze erſetzt werden, lag neben ihm auf einem Stuhl, und zwar ſo, daß man wohl entnehmen konnte, der rothnaſige Mann, wer er auch ſein mochte, beabſichtige nicht, ſich ſobald wieder zu ent⸗ fernen..