Die Pickwicker. 149
»Ja, Sir,« ſagte Herr Weller, eilig zurückkehrend, und die Thüre hinter ſich ſchließend.
»Ich habe nichts dagegen, Sam, daß Sie ſich be⸗ mühen, zu erforſchen, wie Frau Bardell ſelbſt gegen mich geſtimmt, und ob es wahrſcheinlich iſt, daß dieſe ſchänd⸗ liche und grundloſe Klage auf das Aeußerſte getrieben werden ſoll. Ich ſage, daß ich nichts dagegen habe, wenn Sie es ſonſt thun wollen.«
Sam gab durch ein Kopfnicken zu verſtehen, daß er ganz geneigt dazu ſei, und entfernte ſich. Herr Pickwick zog das ſeidene Taſchentuch abermals über ſeinen Kopf, und ſchickte ſich zu einem Schläfchen an; Herr Weller ſchritt ſchnell von dannen, um ſich ſeines Auftrags zu entledigen.
Es war faſt neun Uhr, als er in der Goswellſtraße anlangte. In dem kleinen Vorderzimmer brannten ein paar Lichter, und am Fenſtervorhang ſchatteten ſich ein paar Hauben ab. Frau Bardell hatte alſo Geſellſchaft.
Heerr Weller klopfte an die Hausthür, und es währte ziemlich lange, ehe er ein paar kleine Stiefel durch den Flur trippeln hörte, und Maſter Bardell, der dadurch aufgehalten worden war, daß ſein Licht nicht anbrennen wollte, präſentirte ſich.
»Na, mein Männchen,« ſagte Sam,»wie befindet ſich die Mama?«
»Recht wohl, und ich befinde mich auch recht wohl,⸗ antwortete Maſter Bardell.
»Nun, das iſt ja ein wahresGlück,«fuhr Sam fort,»ſage ihr doch, daß ich ſie ſprechen möchte, mein Wunderknabe.⸗
Maſter Bardell ſetzte das widerſpenſtige Licht auf eine Treppenſtufe, und eilte mit ſeiner Botſchaft in das Vorderzimmer.
Die zwei Hauben, die ſich an dem Fenſtervorhang


