Die Pickwicker. 143
»Ja wohl, meine Liebe,« entgegnete Herr Nupkins. „»Muzzle.«
»Ihr Gnaden.«
»Macht die Thure auf.«
»Ja, Ihr Gnaden.«
„»Verlaſſen Sie mein Haus,« ſagte Herr Nupkins mit einer bedeutungsvollen Bewegung der Hand.
Jingle lächelte, und ging nach der Thür.
»Halt!« rief Herr Pickwick ihm zu.
Jingle blieb ſtehen.
»Ich hätte,« ſagte Herr Pickwick,»für die von Ih⸗ nen und Ihrem heuchleriſchen Freund da mir widerfahrne Behandlung mich viel empfindlicher rächen können.«
Hier verbeugte ſich Hiob Trotter äußerſt höflich, und legte ſeine Hand auf das Herz.
»Ich ſage,« fuhr Herr Pickwick immer zorniger wer⸗ dend fort,»daß ich mich empfindlicher hätte rächen können, aber ich begnüge mich damit, Sie zu entlarven, welches ich für eine Pflicht gegen die menſchliche Geſellſchaft halte. Ich bewieß eine Milde gegen Sie, Sir, welche Sie, wie ich hoffe, anerkennen werden.«
Hier hielt Hiob Trotter mit ſpaßhafter Würde die Hand an ſein Ohr, als ſei er darauf bedacht, keine Silbe von dem zu verlieren, was Herr Pickwick vorbrachte.
»Und ich habe nur noch hinzuzufügen, Sir,« ſchloß Herr Pickwick, jetzt vollkommen im Zorne,»daß ich Sie für einen Hallunken— einen— einen Schuft halte, und für ſchlechter, als irgend einen Menſchen, den ich je gekannt oder von dem ich je gehört habe, den ſehr fromm⸗ thuenden und heuchleriſchen Landſtreicher in der Maul⸗ beerlivre da etwa ausgenommen.«
»Ha! Ha! Ha!“« lachte Jingle,»ehrlicher Burſche, Pickwick— gutes Herz— trefflicher alter Knabe—
9


