142 Die Pickwicker.
beiden jüngeren Freunden ſorgſam bewacht und zurückge⸗ halten, und am andern Ende des Zimmers ſah man Herrn Nupkins, Miſtreß Nupkins und Miß Nupkins, ſtolz, aber düſter blickend, und eben ſo verdrießlich als aufgeregt.
»Was hält mich ab,« rief Herr Nupkins mit feier⸗ licher Amtswürde aus, als Hiob hineingebracht wurde, „was hält mich ab, dieſe Menſchen als Betrüger und Schwindler in Haft zu behalten? Es iſt eine thörichte Nachſicht. Was hindert mich daran?«
»Stolz, alter Knabe, Stolz,« fiel Jingle ganz be⸗ haglich ein.»Habt Euch getäuſcht— Kapitain aufge⸗ fiſcht— Mann für die Tochter— wie?— ha! ha!— tüchtig angeführt!— wird Alles bekannt!—'ne ſchlimme Geſchichte— ſehr ſchlimm.«
»Elender,« rief Miſtreß Nupkins ihm zu,»Ihre ſchändlichen Andeutungen flößen uns nur Verachtung ein.«
»Er iſt mir von Anfang an verhaßt geweſen,« fügte Henriette hinzu.
„»O natürlich,« ſagte Jingle.»Großer junger Mann— alter Liebhaber— Sidney Porkenham— reich— hüb⸗ ſcher Mann— nicht ſo reich, als der Kapitain— he?— ihn laufen laſſen— Kapitain für immer— überall vom Kapitain geſprochen— bei allen Mädchen— ſterblich verliebt— he Trotter, he?«—
Hier lachte Herr Jingle laut und Hiob rieb ſich vergnügt die Hände, und ließ jetzt den erſten Laut ver⸗ nehmen, ſeit er in das Haus getreten war, nämlich ein leiſes Kichern, das aus ſeiner tiefſten Bruſt kam.
»Nupkins,« ſagte die ältere Dame, ves paßt ſich nicht, daß die Dienſtboten dieſe Unterredung mit anhören. Laß die elenden Abenteurer entfernen.⸗


