Teil eines Werkes 
3. Th. (1839)
Entstehung
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Die Pickwicker. 137

der Küche zurück, um zehn Minuten zu kichern, und darauf ſetzte man ſich zu Tiſch.

Das gewandte Benehmen und die Unterhaltungsgabe des Herrn Weller machten einen ſo unwiderſtehlichen Eindruck auf die Geſellſchaft, daß nach kaum halb been⸗ detem Diner er bereits mit Allen auf dem vertrauteſten Fuße ſtand, und ſie bereits mit den Umtriehzen von Hiob Trotter genau bekannt gemacht hatte.

»Ich konnte den Hiob nie ausſtehen,« ſagte Mary.

»Das finde ich auch ganz natürlich,« bemerkte Sam.

»Wie ſo?« fragte Mary.

»Weil die Häßlichkeit und das Laſter der Schön⸗ heit und der Tugend immer mißfallen werden,« entgeg⸗ nete Herr Weller.»Nicht wahr, Herr Muzzle?«

Ohne Zweifel,« antwortete Muzzle.

Hier lachte Mary, und ſagte, die Köchin habe ſie zum Lachen gebracht, und die Köchin lachte auch, ſtellte aber jene Behauptung Mary's in Abrede.

»Ich habe kein Glas bekommen,« ſagte Mary.

»Trinken Sie mit mir, mein Schatz,« ſagte Kerr Weller.»Wenn Sie mein Glas mit Ihren Lippen be⸗ rühren, ſo kann ich Sie gleichſam im Glaſe küſſen.«

»O, ſchämen Sie ſich doch, Herr Weller,« ſagte Mary..

»Weshalb ſoll ich mich denn ſchämen, meine Theure?«

»Daß Sie ſo ſprechen.

»Es iſt ja nicht ſo ſchlimm gemeint. Sind das nicht ganz natürliche Dinge, Köchin?«

»Thun Sie mir keine ſolche Fragen,« entgegnete die

Köchin lächelnd, worauf ſie und Mary abermals zu.

kichern begannen, bis die zuletzt genannte junge Dame vom Lachen, Trinken und Eſſen nahe am Erſticken war ein bennruhigender Anfall, der jedoch in Folge einiger