136 Die Pickwicker.
Tiſch, aber es wollte ſich nicht ſchicken. Das Mädchen hat ſo gemeine Manieren, und der Burſche ſchnaubt ſo furchtbar beim Eſſen, daß wir unmöglich mit ihm zu Tiſche ſitzen konnten.«
»Wohl etwa ſo, wie ein kleiner Wallfiſch?« bemerkte Herr Weller.
„»O, es iſt unausſtehlich,« fuhr Herr Muzzle fort, vaber das iſt auch das Schlimmſte beim Dienſte in einer Landſtadt, Herr Weller; das junge Geſinde iſt immer entſetzlich ungehobelt. Hier, Sir, hier, wenn es Ihnen gefällig iſt.« Mit dieſen Worten führte ihn Herr Muzzle äußerſt höflich in die Küche.
»Mary,« ſagte Muzzle zu dem hübſchen Hausmäd⸗ chen,»ich ſtelle Ihnen hier Herrn Weller vor, einen Gentleman, den der Herr herunterſchickt, damit wir ihm ſeinen Aufenthalt hier ſo angenehm als möglich machen.«
»Und Ihr Herr iſt nicht dumm, und hat mich gerade an den rechten Ort geſchickt,« ſagte Herr Weller mit einem bewundernden Blick auf Marien.»Wenn ich Herr im Hauſe wäre, ſo würde ich Alles, was zur An⸗ nehmlichkeit gehört, immer finden, wo Mary iſt.«
„O, ich bitte, Herr Weller,« ſagte Mary erröthend.
»Und um mich bekümmert man ſich nie,« rief die Köchin aus.
»Köchin, ich habe Sie ganz vergeſſen,« ſagte Muzzle. »Herr Weller, erlauben Sie, daß ich Sie vorſtelle.«
»Wie befinden Sie ſich, Madame,« ſagte Herr Wel⸗ ler.»Ich freue mich ſehr, Sie kennen zu lernen, und hoffe, daß unſere Bekanntſchaft recht lange dauern möge, wie jener Herr zu der Fünf⸗Pfundnote ſagte.«
Als dieſe Vorſtellungsceremonien beſeitigt waren, zogen ſich die Köchin und Mary in den Hintergrund
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