— ⏑—.—— 8(8 e
Aͤ— CCr
Die Pickwicker. 39
keinen Reichthum erkauft, durch keine Macht gewährt werden können. Das Kind hatte Stunden lang zu ihren Füßen geſeſſen, die kleinen Hände geduldig gefaltet und das bleiche, abgezehrte Antlitz auf ſie gerichtet. Sie hat⸗ ten es von Tag zu Tag langſam dahinwelken ſehen, und obgleich ſein kurzes Daſein ein freudloſes geweſen, und es jetzt zu dem Frieden und der Ruhe eingegangen war, deren es ſich in dieſer Welt nicht erfreuen konnte, ſo waren ſie doch ſeine Eltern, und der Verluſt ſchmerzte ſie tief.
„»Denen, die der Mutter verändertes Antlitz ſchauten, wurde es einleuchtend, daß der Tod ihrem Unglück und ihren ſchweren Prüfungen bald ein Ende machen werde. Die wenigen Bekannten, die ihr Gatte im Gefängniß hatte, unlten ſhn bei ſeinem Jammer nicht auf⸗ dringen, und überließen ihm das enge Gemach allein, das er bisher mit zwei Unglücksgefährten gemeinſchaftlich bewohnt hatte. Seine Gattin theilte es jetzt mit ihm, und ohne Schmerzen, aber auch ohne Hoffnung ſchwand ihre Lebenskraft langſam dahin.
„Sie war eines Abends in den Armen ihres Gatten in Ohnmacht gefallen, und er hatte ſie an das offene Fenſter getragen, um ſie durch die friſche Luft wieder zu beleben, als er, da das Mondlicht ihre Züge beleuchtete, eine Veränderung in ihnen gewahrte, die ihn mit dem höchſten Schrecken erfüllte, ſo daß er wie ein hülfloſes Kind unter der leichten Laſt in ſeinen Armen zu wanken begann.
»Setz' mich nieder, Georg, ſagte ſie mit ſchwacher Stimme. Er that es, und indem er ſich neben ſie ſetzte, bedeckte er ſein Geſicht mit den Händen und brach in Thränen aus.
»Es iſt ſehr hart, Dich zu verlaſſen, Georg, ſagte


