Teil eines Werkes 
3. Th. (1839)
Entstehung
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Die Pickwicker. 31

der kleine alte Mann mit einem ſataniſchen ſchielenden Blick, und dann fuhr er fort ohne auf eine Antwort zu warten:

»Ich kannte noch einen andern Mann, vor ungefähr ja, es werden vierzig Jahre ſein der in einem der älteſten Inns eine dumpfige, düſtre Wohnung miethete, welche ſeit vielen Jahren verſchloſſen und leer geweſen war. Man erzählte ſich viele Geſpenſter⸗Geſchichten darüber, und es war keineswegs eine angenehme Woh⸗ nung; aber er war arm und die Miethe war wohlfeil und dieſes würde genügt haben, ihn zu beſtimmen, und wenn die Wohnung auch zehn Mal unheimlicher geweſen wäre. Er war gezwungen, einiges alte wurmſtichige Gerümpel und unter andern auch einen ſehr großen Aktenſchrank mit Glasthüren und einem grünen Vor⸗ hange im Innern anzunehmen, ein Meubel, das ihm ſehr wenig nutzen konnte, denn Papiere hatte er nicht hinein⸗ zulegen, und ſeine Kleider trug er alle auf dem Leibe, was ihm eben nicht ſauer wurde. Er hatte ſein beweg⸗ liches Eigenthum kaum einen Karren voll herbei⸗ ſchaffen laſſen, und es ſo aufgeſtellt, daß die vier Stühle wo möglich als ein Dutzend erſchienen, ſetzte ſich Abends an das Feuer, trank das erſte Glas Whiskey von zwei Gallonen, die er auf Credit hatte holen laſſen, und ſann nach, ob ſie wohl je bezahlt werden würden, und wenn es der Fall ſei, in wie vielen Jahren, als ſeine Blicke auf den Glasthüren des großen Schrankes verweilten.

»Ach,« ſagte er,»wäre ich nicht gezwungen geweſen,

dieſen häßlichen Artikel nach der Abſchätzung des alten

Troͤdlers anzunehmen, ſo würde ich für das Geld etwas Nützliches haben anſchaffen können.»Ich will dir etwas ſagen, alter Burſche,« redete er laut den Schrank

an, weil er Niemand anders hatte, mit dem er ſprechen 2.