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Die Pickwicker. 21
»Wenn das iſt, ſo will ich's Ihnen ſagen.— Gehen
Sie nur nach der Elſter und fragen ſie nach Herrn
Lowton; ſo heißt Herrn Perkey's Schreiber, und da werden Sie ihn auch finden.⸗
Herr Pickwick zog noch Erkundigungen ein, wo die
Elſter zu finden ſei, und nachdem er erfahren hatte, das
beſagte Wirthshaus habe den doppelten Vortheil, in der Nähe von Clare⸗Market und dicht an dem Hinterhaus von New⸗Inn zu liegen, ſtiegen Herr Pickwick und Sam mit Mühe die gebrechliche Treppe hinab, und wanderten nach der Elſter.
Das den Bacchanalien Herrn Lowtons und ſeiner Freunde geheiligte Hotel nürde von gewöhnlichen Men⸗ ſchen mit dem Namen»Knepe« titulirt werden. Der Wirth verſtand ſich auf das Geldmachen, was hinläng⸗ lich durch einen kleinen, an Geſialt und Größe von einer Sänfte nicht ſehr verſchiedenen Verſchlag unter dem Schenkzimmer⸗Fenſter bezeugt wurde, welcher ſehr billig an einen Schuhflicker vermiethet war. Auch konnte man beim Wirth, aus dem Schutz, den er einem Paſteten⸗ bäcker angedeihen ließ, welcher ſeine Derkateſſen unge⸗ hindert dicht an den Thürtritten verkaufte, zuf ein phi⸗ lanthropiſches Gemüth ſchließen. An den Feiſtern des Erdgeſchoſſes, die mit ſafrangelben Vorhängen verziert waren, ſah man einige Apfelwein von Devonſhir und Danziger Sproſſenbier anzeigende gedruckte Karten; ruch verkündete eine große ſchwarze Tafel mit weißer Schret einem erleuchteten Publikum, daß in den Kellern des Etabliſſements 500,000 Fäſſer Doppelbier vorhanden ſeien, wobei die Seele in dem Zuſtande einer nicht unangeneh⸗ men Ungewißheit in Betreff der Richtung blieb, nach welcher die hierzu erforderlichen Keller in den Eingeweiden der Erde ſich ausdehnen möchten. Sagen wir noch, daß


